Portugals Finanzminister Teixeira dos Santos
Socrates habe die EU am Mittwoch über das Hilfsersuchen informiert. Barroso, selbst früher Regierungschef Portugals, erklärte, er habe "Vertrauen in Portugals Fähigkeit, die derzeitigen Probleme zu überwinden". Der Rettungsfonds EFSF könnte bis zu 250 Mrd. Euro an klamme Eurostaaten ausleihen. Im Gegenzug wird von dem Krisenstaat ein striktes Sparprogramm verlangt.
Portugal ist das zweite Land nach Irland, das Hilfen beim Rettungsfonds EFSF, der EU-Kommission und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) sucht. Zusammen mit Griechenland brauchen künftig drei Euro-Staaten internationale Kredite.
Zuvor hatte Socrates in einer TV-Ansprache gesagt, seine Regierung habe die EU-Kommission um Hilfe gebeten, um die Finanzierung der Wirtschaft sicherzustellen. Er werde versuchen, die bestmöglichen Bedingungen für sein Land auszuhandeln. Finanzminister Fernando Teixeira dos Santos hatte den Schritt in der Onlineausgabe der Zeitung "Jornal de Negócios" am Mittwochabend begründet. Es sei "nötig, die Finanzierungsmechanismen im europäischen Rahmen zu nutzen". Das Land könne sich nur noch zu Zinssätzen refinanzieren, die deutlich über den selbst gesetzten Grenzen liegen.