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Merken   Drucken   13.10.2011, 06:53 Schriftgröße: AAA

Währungsgefüge: Für Asmussen verliert der Dollar an Gewicht

Die amerikanische Währung wird nach Ansicht von Finanzstaatssekretär Asmussen seine Stellung als Leitwährung aufgeben müssen.  Die G20-Reform des Weltwährungssystems wertet die Zahlungsmittel mächtiger Schwellenländer wie China auf.
© Bild: 2011 Getty Images/Robert Clare
Exklusiv Die amerikanische Währung wird nach Ansicht von Finanzstaatssekretär Asmussen seine Stellung als Leitwährung aufgeben müssen. Die G20-Reform des Weltwährungssystems wertet die Zahlungsmittel mächtiger Schwellenländer wie China auf. von Wolfgang Proissl  Frankfurt
Der Dollar  wird nach Überzeugung von Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen  langfristig seine Bedeutung als unangefochtene Reservewährung verlieren. "Das Weltwährungssystem hat sich als stabil erwiesen, aber es ist ein System im Übergang hin zu einem mehr multipolaren Währungssystem", sagte Asmussen am Mittwoch der FTD. "Der US-Dollar wird auf absehbare Zeit die wichtigste Reservewährung bleiben, aber sein relatives Gewicht wird sinken."
Kursinformationen und Charts
  Dollar 0,797785 EUR  [6.0E-6 0,00%
  Chinesischer Renminbi 0,126207 EUR  [0.000389 +0,31%
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Damit zieht Asmussen ein Fazit aus den Reformarbeiten am Weltwährungssystems, die er mit seinem mexikanischen Kollegen leitete. Die Ergebnisse sollen den Finanzministern und Notenbankchefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) am Freitag in Paris vorgestellt werden.
Ein entscheidender Punkt ist nach Darstellung Asmussens, dass die Arbeitsgruppe Fortschritte erzielt hat bei der Frage, wie Währungen aus wichtigen Schwellenländern in die so genannten Sonderziehungsrechte des Internationalen Währungsfonds (IWF) aufgenommen werden. "Es zeichnet sich ab, dass eine große Mehrheit eine Erweiterung auf der Basis der bisherigen Kriterien vornehmen möchte", sagte der Finanzstaatssekretär. Diese Kriterien besagen, dass Währungen in den Sonderziehungsrechten umtauschbar sind und im internationalen Handelsverkehr stark nachgefragt werden.
Mit dem Arbeitsgruppenergebnis gilt als sicher, dass der chinesische Renminbi  in den kommenden Jahren aufgenommen wird und später der brasiliansiche Real folgt. Dadurch stünde China unter Druck, den Wechselkurs seiner bislang künstlich unterbewerteten Währung freizugeben. Zurzeit sind nur der Dollar, der Euro , der Yen  und das Pfund  Teil dieser synthetischen IWF-Abrechnungswährung.
Asmussen betonte die Arbeitsgruppe habe sich auf ein Verständnis für den Umgang mit internationalen Kapitalflüssen geeinigt: "Dabei ist ein zentrales Ergebnis, dass Kapitalverkehrskontrollen nur als allerletztes Mittel eingesetzt werden sollen, und dies auch nur temporär und multilateral überwacht." Brasilien hatte sich zuletzt mit Sondersteuern auf Kapitalimporte gegen Dollarzuflüsse gewehrt.
16:17:47 Kursinformationen und Charts
Name aktuell  absolut  
Dollar 0,797785 EUR   0,00%  6.0E-6
Chinesischer Renminbi 0,126207 EUR   +0,31%  0.000389
Japanischer Yen 0,01254 USD   +0,16%  2.0E-5
Pfund 1,2509 EUR   +0,15%  0.0019
  • Aus der FTD vom 13.10.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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