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Merken   Drucken   20.05.2011, 08:44 Schriftgröße: AAA

Weltleitwährung: Goldman Sachs sieht schwarz für den Dollar

US-Notenbanker glauben, dass sich die amerikanische Volkswirtschaft bald wieder erholt. Ganz im Gegensatz zu Analysten: Laut Goldman Sachs wird die Konjunktur des Landes weiter schwächeln - mit nachhaltigen Folgen für den Dollar.
© Bild: 2011 AFP
US-Notenbanker glauben, dass sich die amerikanische Volkswirtschaft bald wieder erholt. Ganz im Gegensatz zu Analysten: Laut Goldman Sachs wird die Konjunktur des Landes weiter schwächeln - mit nachhaltigen Folgen für den Dollar. von Frank Bremser, Frankfurt
Die amerikanische Notenbank Federal Reserve hat ihre Wachstumsprognose für die US-Wirtschaft angehoben. Das geht aus dem Protokoll der Notenbanksitzung vom 26. und 27. April hervor. Demnach erwarten die Zentralbanker für das laufende Jahr ein Wirtschaftswachstum zwischen 3,2 und 3,7 Prozent. Auch für den Arbeitsmarkt zeigen sie sich optimistisch. Zudem könnte man langsam über Zinserhöhungen nachdenken, so die Meinung vieler der Experten.
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Allerdings stehen die Fed-Experten mit ihrer Meinung ziemlich allein da. Denn nur einen Tag nach Veröffentlichung des Protokolls senkte die US-Bank Goldman Sachs ihren Ausblick für den US-Dollar. Begründung: das im Vergleich zu anderen Ländern unterdurchschnittliche Wachstum der USA. Die Dreimonatsprognose für den Dollar  wurde von 1,40 Dollar auf 1,45 Dollar je Euro gekappt. Am Freitagmorgen notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,4330 Dollar und damit mehr als 3 Cent höher als noch zu Wochenbeginn.
Innerhalb von sechs Monaten wird sich der Dollar laut dieser Einschätzung sogar weiter abschwächen und 1,50 Dollar je Euro  erreichen, um auf Sicht eines Jahres 1,55 Dollar zu markieren - und dies trotz der Schuldenkrise in den Euroländern.
"Um den Dollar zu stabilisieren oder gar zu festigen, müssten die Anleger von zusätzlichen und langfristigen Investitionen in den USA überzeugt sein", schreibt Analyst Thomas Stolper in seiner Studie, "aber angesichts der weiterhin hohen Arbeitslosigkeit, der Notwendigkeit einer Stabilisierung der Staatsfinanzen und dem unverändert schwachen Immobilienmarkt bleibt der Wachstumsausblick für die USA weniger attraktiv als für andere Regionen oder Ländern."

Teil 2: Wasser auf die Mühlen der Kritiker

  • FTD.de, 20.05.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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