Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr haben die Anlageklassen Aktien, Anleihen, Rohstoffe sowie der US-Dollar im selben Monat gleichzeitig Zuwächse verzeichnet. Konjunkturprogramme der Notenbanken wecken den Optimismus, dass die größten Volkswirtschaften der Welt stärker wachsen werden.
Besonders gut war die Stimmung im Rohstoffsektor. Der Standard & Poor's GSCI Total Return Index legte im November um 1,5 Prozent zu. Für die Aktien im MSCI World Index ging es inklusive Dividenden um 1,3 Prozent aufwärts. Anleihen aller Arten verzeichneten ein Monatsplus von 0,53 Prozent, belegt der Global Broad Market Index der Bank of America Merrill Lynch. Es war der fünfte Anstieg in Folge und damit die längste Gewinnserie seit 2010. Der Dollar Index von Intercontinental Exchange, der die Entwicklung der US-Währung gegenüber sechs wichtigen Handelspartnern des Landes abbildet, zog 0,29 Prozent an und verzeichnete damit sein erstes Monatsplus seit Juli.
"Dank der geldpolitischen Maßnahmen rund um den Erdball haben wir die Bremsen der Weltwirtschaft gelöst", sagt Bruce McCain, Chief Investment Strategist bei Keycorp in Cleveland. Das dürfte ein besseres Wachstum ins nächste Jahr hinein mit sich bringen. "Die Entscheidungsträger in Europa und den USA scheinen erkannt zu haben, dass wir am Rande des Abgrunds stehen und dass das Ergebnis recht negativ wäre, wenn sie keine besseren Lösungen fänden", äußerte McCain gegenüber Bloomberg.
Bereits im Juli dieses Jahres hatten alle vier Marktbarometer im Gleichklang zugelegt. Aufgrund einer Dürre in den USA waren die Maispreise auf einen Rekord gestiegen. Das hatte zu einem Anstieg des GSCI-Total-Return-Rohstoffindex geführt. Aktien erhielten durch Äußerungen von Mario Draghi, dem Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Auftrieb. Draghi hatte zugesichert, alles tun zu wollen, um den Euro zu schützen.
Während sich an den Märkten ein ähnliches Szenario wie damals wiederholt, deuten positive Konjunkturdaten darauf hin, dass sich die Wirtschaftslage in den USA, der weltgrößten Volkswirtschaft, verbessert. bloomberg