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08.05.2009, 11:14
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Aktiencheck:
Yahoos Partnersuche im Internet
Klingt cool, die Aktie kauf’ ich! So einfach war es einst für Yahoo, Börsianer zu begeistern. Heute ist Google cool. Doch die neue Chefin Carol Bartz lässt die Anleger wieder hoffen.
von Andreas Schuck
Jahrelang war Yahoo der Leitstern am Internethimmel. Millionen Nutzer ließen sich wie selbstverständlich von
Yahoo durch das World Wide Web lotsen. Heute hat die Marke einiges an Coolness verloren - und
Google gilt als Maß aller Dinge in der Onlinewelt.
Wie sehr Yahoo inzwischen mit dem Rücken zur Wand steht, hat sich 2008 gezeigt. Im wohl turbulentesten Jahr der Firmengeschichte zog zunächst der Softwarekonzern
Microsoft sein Übernahmeangebot zurück, dann ließ Google wegen Bedenken der Kartellbehörde eine Werbeallianz platzen. Schließlich musste Firmenchef Jerry Yang seinen Hut nehmen. Er fand einfach kein Rezept, um den Niedergang des Unternehmens zu stoppen. Der Aktienkurs rutschte zeitweise unter 10 $ - zum ersten Mal seit mehr als sechs Jahren.
Die neue Yahoo-Chefin Carol Bartz
Seit Januar steht nun
Carol Bartz an der Firmenspitze. Die 60-jährige Managerin, die vom Softwareentwickler Autodesk kommt, hat Yahoo erst einmal einen rigiden Sparkurs verordnet. Das war bitter nötig, denn die weltweite Rezession setzt dem Unternehmen zu.
Konzernumbau und außerplanmäßige Abschreibungen mündeten Ende 2008 sogar in roten Zahlen. Im ersten Quartal gelang zwar wieder der Rückkehr in die Gewinnzone. Doch die Umsätze schrumpften um 14 Prozent, während Branchenprimus Google leicht zulegen konnte. Der Marktführer verdient prächtig mit Anzeigen, die er neben den Suchergebnissen platziert, und ist von der Krise daher weniger stark betroffen. Yahoo hingegen hängt stark an der Bannerwerbung, die in der Rezession eher zurückgefahren wird als das Suchmaschinenmarketing.
Trotz der schlechten Zahlen vermochte Bartz bei den Analysten zu punkten, die sich vom Sparkurs der neuen Firmenchefin beeindruckt zeigten. "Die Vorteile der Kosteneinsparungen treten zutage", urteilt etwa Sandeep Aggarwal vom Finanzdienstleister Collins Stewart. Das zeigt sich an den operativen Kosten des Konzerns: Sie sanken im ersten Quartal auf 779 Mio. $ oder 49 Prozent der Umsätze. Vor einem Jahr fraßen die Kosten noch 52 Prozent der Umsätze auf. Dabei setzte Bartz die Schere weniger bei Kernbereichen wie Forschung und Entwicklung an, sondern bei Marketing und in der Verwaltung.
Teil 2: Wie eine Kooperation mit Microsoft aussehen könnte
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Aus der FTD vom 08.05.2009
© 2009 Financial Times Deutschland,
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