...und schon wieder - nur wenige Monate nach dem Zusammenbruch der Geldmarktseifenblase - tanzen alle wieder ums goldene Vlies und treiben den Niedergang der Hochkultur voran.
Ich verstehe das einfach nicht: Wenn Geld nicht mehr als Tauschwert für reale Güter, Dienstleistungen, Immobilien, Grund und Boden, Arbeitskraft, Bodenschätze, Edelmetalle usw. eingesetzt wird und Aktien nicht mehr dem realen Wert von Unternehmensanteilen entsprechen, sondern Geld sich imanent selbst vermehren kann durch Angebot und Nachfrage nach Aktien (oder, noch schlimmer, Optionshandel) muss das System doch zwangsläufig kollabieren. Weil als Gegenwert hinter den Werten außer Hoffnung nichts mehr steht. Die Tatsache, dass Geld zur Ware geworden ist, die man ohne realen Gegenwert verkaufen kann - wird der Marktwirtschaften meiner Ansicht nach irgendwann das Rückgrat brechen.. Und auch kein staatlicher Rettungsschrim wird das auf Dauer verhindern können.
Die Banken sollten sich auf ihr Kerngeschäft zurückbesinnen: Solide Geldbereitstellung für Innvestitionen, saubere Geldverwaltung und -organisation/transfer - eben Bankdienstleistungen - und damit ihr Geld verdienen. Nicht spekulative Geldvermehrung mit 'höchsten Renditechancen' als wichtigste Managementaufgabe betrachten.
Wenn Geld Geld verdient, mag das aus heutiger Sicht ein wichtiger Marktfaktor sein. Aber wenn dieser wirklich nachhaltig wäre, dann müssten wir doch auch mit Hoffnungen Geld verdienen können, oder?