Die Börsianer müssten nicht nur die schwierige Regierungsbildung in Griechenland mit immer wahrscheinlicher werdenden Neuwahlen verarbeiten, sagte Stratege Stan Shamu von IG Markets. Hinzu komme noch die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, die die Regierung in Deutschland schwäche. Das alles schlage sich in einem schwachen Euro unter 1,29 US-Dollar nieder. Auch eine schwache Vorgabe der Wall Street, die im späten Handel am Freitag abgebröckelt war, belastet. Banker sehen den deutschen Leitindex DAX am Morgen rund ein Prozent tiefer bei 6.517 Punkten.
Infineon -Chef Peter Bauer legt sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder. Beim Chipkonzern übernimmt seine Rolle nun Produktionsvorstand Reinhard Pioss. Bauer war seit 2008 Chef bei Infineon und sorgte für eine Neuausrichtung des Unternehmens.
Der Energiekonzern RWE erwägt den Ausstieg aus dem Gaspipeline-Projekt Nabucco. Man prüfe derzeit, ob die kommerziellen und strategischen Anforderungen an das Projekt gewahrt bleiben, teilte ein Sprecher mit. Laut dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" sind bei dem Vorhaben die Kosten derart in die Höhe gestiegen, dass an eine Verkleinerung der Pipeline gedacht werde.
Praktiker steht vor der Ablösung des Vorstandschefs Thomas Fox. Er wurde am Sonntag durch Kay Hafner ersetzt, der bisher im Aufsichtsrat des Konzerns saß. Einen Erfolg konnte Praktiker bei der Suche nach finanziellen Mitteln vermelden. Ein nicht näher genannter Investor stellt dem Unternehmen ein vorrangiges Darlehen in Höhe von 85 Millionen Euro zur Verfügung.
Die Kupferhütte Aurubis hat im zweiten Quartal das hohe Wachstumstempo gehalten und die Prognose für das Gesamtjahr konkretisiert. Im laufenden Geschäftsjahr sei ein auf dem Vorjahresniveau liegendes Ergebnis zu erwarten, teilte der Konzern am Montag mit. Im ersten Halbjahr legte das operative Vorsteuerergebnis um 42 Prozent auf 173 Millionen Euro zu. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum trotz niedrigerer Kupferpreise um fünf Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. Der Gewinn sank unterdessen um vier Prozent auf 247 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt etwas geringere Werte erwartet.
Celesio hat im Auftaktquartal 2012 aufgrund von Abschreibungen bei seiner Tochter Pharmexx rote Zahlen geschrieben. Der Verlust habe 5,4 Millionen Euro betragen, teilte der Pharmahändler am Montag mit. Im Vorjahr hatte Celesio noch einen Gewinn in Höhe von 53,3 Millionen Euro ausgewiesen. Schon in der Vorwoche hatte der Konzern Eckdaten zum ersten Quartal vorgelegt und den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich demnach auf 139,9 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte von 5,5 Milliarden auf 5,64 Milliarden Euro.
Quelle: Agentur
Teil 2: Der Ausblick auf die bedeutendsten Termine des Tages