Eingreifen der EZB bremst Renditeanstieg
Kursinformationen und Charts
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Gefragt waren hingegen US-Anleihen gleicher Laufzeit, ihre Rendite fiel um fünf Basispunkte auf 2,01 Prozent. "Im Moment werden Treasuries aber vor allem aufgrund der Situation in Europa gehandelt, weniger wegen der Lage im eigenen Land", sagte Robert Tipp, Chefanalyst von Prudential. Zwar sei die finanzielle Situation der USA noch immer sehr angespannt, zumal das Superkomitee beider Parlamentskammern sich kurz vor der Deadline am 24. November noch immer nicht auf einen Sparplan habe einigen können. Aber es gebe traditionell eine stärkere Zusammenarbeit der verschiedenen politischen Instanzen, um den Markt für Treasuries zu unterstützen. "Diese Art Urvertrauen wirkt sich gerade jetzt positiv aus", meint Tipp. Außerdem sei das Bevölkerungswachstum in den USA im Gegensatz zu vielen europäischen Ländern noch immer positiv. "Das ist wichtig, um das Defizit langfristig in den Griff zu bekommen."
Bei Papieren aus Spanien und Italien bremste die EZB laut Händlern den Renditeanstieg.
Die Rendite zehnjähriger Spanien-Bonds fiel am Freitag um acht Basispunkte auf 6,41 Prozent. Italienische Bonds rentierten im Tagesvergleich 14 Basispunkte niedriger bei 6,7 Prozent.
Viele Marktteilnehmer fordern inzwischen noch stärkere Käufe der Notenbank, wogegen sich deren Präsident Mario Draghi erst am Freitag wieder wandte. "Die Zentralbank ist letzten Endes die einzige Instanz mit genügend Macht und Power, um das Ruder noch herumzureißen", sagte Aktienstratege Jörg Rahn vom Vermögensverwalter Marcard, Stein & Co der Nachrichtenagentur Reuters.