Nach seinem deutlichen Sprung am Freitag werden die deutschen Aktienmärkte zum Wochenauftakt kaum verändert erwartet. Marktexperten sehen den DAX geringe 0,05 Prozent tiefer bei 6557 Zählern. Impulse sind jedoch zum Start in die neue Woche Mangelware. In Japan findet aufgrund eines Feiertags am Montag kein Handel statt. Auf der Agenda stehen unter anderem neue Daten zur EU-Handelsbilanz, Einzelhandelsumsätze sowie Lagerbestände aus den USA. Mit Spannung schauen Anleger in dieser Woche in Richtung Amerika, wo die US-Bilanzsaison Fahrt aufnimmt und zahlreiche Quartalsergebnisse die Aktienmärkte bewegen dürften. Neben den großen Finanzhäusern wie Bank of America , Morgan Stanley , Citigroup und Goldman Sachs geben Coca Cola , Intel , Microsoft und IBM Einblicke in ihre Bücher.
Der Euro hat sich zum Wochenstart über der Marke von 1,22 US-Dollar gehalten. Am Montagmorgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2240 Dollar und damit in etwa so viel wie am Freitagabend. Wegen der Schuldenkrise ist der Euro zurzeit so schwach wie seit rund zwei Jahren nicht mehr.
BASF will trotz des schleppenden Absatzes in das Geschäft mit Elektroauto-Batterien setzen. Der Chemiekonzern schätzt das weltweite Marktpotenzial für Elektroauto-Batterien auf 20 Milliarden Euro im Jahr 2020 und hofft, daran einen Anteil von 500 Millionen Euro zu erreichen. Die BASF hat dazu in den vergangenen Monaten mehrere kleinere Unternehmen im In- und Ausland aufgekauft.
Die Commerzbank plant nach Informationen der 'Wirtschaftswoche' im Zuge ihres Konzernumbaus weitere Stellenstreichungen. Genauere Details dürften auf einer Strategietagung im September bekannt werden. Betroffen ist nach Darstellung des Magazins vor allem die Frankfurter Zentrale. Auch der Aufsichtsrat solle verkleinert werden.
In der Affäre um Zinsmanipulationen durch Großbanken hat sich die Deutsche Bank Insidern zufolge bei der EU und in der Schweiz den Status eines Kronzeugen gesichert. Mit der bereits im vergangenen Jahr ausgehandelten Regelung bekomme Deutschlands größtes Geldhaus im Falle einer möglichen Strafe einen Nachlass, sagten zwei Personen aus dem Umfeld der Bank der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag. Die "New York Times" berichtete am Wochenende, das US-Justizministerium bereite in der Affäre Strafverfahren gegen mehrere Banken und einige ihrer Angestellten vor. Über die Kronzeugenregelung für die Deutschen Bank hatte auch der "Spiegel" berichtet. Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte sich nicht zu der Angelegenheit äußern.
Die Nachfrage auf dem Heimatmarkt und außerhalb Europas stimmt den Baustoffkonzern HeidelbergCement trotz der Schuldenkrise zuversichtlich. "In Nordamerika, Afrika und Asien sehen wir eine gute Entwicklung der Nachfrage", sagte Vorstandschef Bernd Scheifele der FAS. In Deutschland seien Immobilien so begehrt wie noch nie. Von dieser Sonderkonjunktur profitiere der Baustoffkonzern. Der Vorstandschef bekräftigte zudem, dass der Abbau der Konzernschulden weiterhin oberste Priorität habe.
Quelle: Agentur
Teil 2: Der Ausblick auf die bedeutendsten Termine des Tages