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23.02.2012, 08:20
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Börsenausblick:
Bilanzen und Ifo-Index im Fokus
Nach den anhaltenden Sorgen um die Schuldenkrise in Griechenland und wenig erfreulichen Neuigkeiten auf der Konjunkturseite erwarten die Börsianer eine Reihe wichtiger Unternehmensdaten. Später könnten neue Wirtschafts- und US-Daten für Bewegung sorgen.
von Jörgen Naskrent
Nach den anhaltenden Sorgen um die Schuldenkrise in Griechenland und wenig erfreulichen Neuigkeiten auf der Konjunkturseite erwartet die Börsianer heute eine Reihe wichtiger Unternehmensdaten. Commerzbank, Deutsche Telekom sowie die Allianz präsentieren bereits vorbörslich ihre Zahlen zum vierten Quartal sowie zum Gesamtjahr.
Kursinformationen und Charts
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DAX
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Der
DAX wird zum Auftakt am Donnerstag bei 6845 Punkten erwartet, nachdem er zur Wochenmitte 0,9 Prozent eingebüßt hat. Aus den USA kommen ebenfalls keine eindeutigen Signale. Der Dow Jones gab am Mittwoch 0,2 Prozent auf 12.938 Zähler ab. Marktteilnehmer begründeten die schwache Entwicklung vor allem mit enttäuschenden Konjukturdaten aus der Eurozone. Der Einkaufsmanagerindex holte den DAX zurück auf den Boden der Tatsachen. Auch die aktuelle Entwicklung in Griechenland sorgte weiter für schlechte Stimmung am Markt. Erst mit Veröffentlichung der Zahlen zum Ifo-Geschäftsklimaindex um 10 Uhr sowie dem Daten am Abend wird wieder mit etwas Bewegung an den Märkten gerechnet.
DAX im Fokus
Die Euro-Schuldenkrise und die Turbulenzen an den Finanzmärkten haben der Allianz im Jahr 2011 mächtig zugesetzt. Unter dem Strich verdiente der Versicherungsriese rund 2,5 Milliarden Euro - 46 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Allianz verfehlte damit deutlich die Erwartungen der Analysten. Der operative Gewinn ging um fünf Prozent auf 7,9 Milliarden Euro zurück, teilte das Unternehmen am Morgen mit. Im laufenden Jahr soll er jedoch wieder auf 8,2 Milliarden Euro steigen. Anleger können dennoch mit einer stabilen Dividende rechnen. 4,50 Euro sollen ausgeschüttet werden.
Die Euro-Schuldenkrise und die Turbulenzen an den Finanzmärkten haben der Allianz im Jahr 2011 mächtig zugesetzt. Unter dem Strich verdiente der Versicherungsriese rund 2,5 Milliarden Euro - 46 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Allianz verfehlte damit deutlich die Erwartungen der Analysten. Der operative Gewinn ging um fünf Prozent auf 7,9 Milliarden Euro zurück, teilte das Unternehmen am Morgen mit. Im laufenden Jahr soll er jedoch wieder auf 8,2 Milliarden Euro steigen. Anleger können dennoch mit einer stabilen Dividende rechnen. 4,50 Euro sollen ausgeschüttet werden.
Die
Commerzbank hat im Geschäftsjahr 2011 mit 638 Mio. Euro mehr verdient als zuvor erwartet. Analysten hatten mit dem herben Gewinneinbruch von mehr als 50 Prozent gerechnet. Der Bestand an griechischen Staatsanleihen wurde um weitere 700 Mio. Euro abgeschrieben. Unklar ist die Zukunft der Krisentochter Eurohypo. Im vergangenen Jahr hatten die Kern-Sparten der Bank operativ 4,5 Milliarden Euro verdient, 2,5 Milliarden mehr als 2010. Die enttäuschende Entwicklung der übrigen Bereiche und vor allem die milliardenschweren Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen hatten diesen Zuwachs aber wieder zunichte gemacht. Eine konkrete Prognose für den Gesamtkonzern wagte Vorstandschef Martin Blessing aufgrund der weiter schwelenden Euro-Schuldenkrise nicht.
Für die
Deutsche Telekom war 2011 ebenfalls ein schlechtes Jahr. Nach dem geplatzten Verkauf der US-Tochter will der Konzern nun in die Offensive gehen. Die Telekom kündigte am Donnerstag an, knapp die Hälfte der für das gescheiterte Geschäft erhaltenen drei Milliarden US-Dollar in den Ausbau des Mobilfunknetzes der nächsten Generation zu investieren. Das misslungene Verkaufsvorhaben spiegelte sich auch in den Jahreszahlen wider. Der Konzerngewinn lag 2011 nur wegen der gezahlten Entschädigung mit 557 Millionen Euro im Plus. Hauptgrund für den Rückgang sind Abschreibungen auf die US-Tochter sowie an der griechischen Beteiligung an OTE. Auch operativ punkteten die Bonner nicht. Bei einem Umsatzrückgang von sechs Prozent fiel vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen und ohne Sondereffekte ein Gewinn von 18,7 Milliarden Euro an. Im laufenden Jahr erwartet die Telekom in den Worten ihres Vorstandsvorsitzenden Rene Obermann weiteren "Gegenwind". Das bereinigte EBITDA soll auf 18 Milliarden Euro zurückgehen, der Barmittelzufluss bei sechs Milliarden Euro liegen.
Der Pharmagroßhändler
Celesio kämpft nach langem Tiefflug der Aktie um die Gunst der Investoren. Der Pharmahändler denkt über neue Renditeziele nach. Konzernchef Markus Pinger will im Ausland neue Märkte erschließen. Er hält eine Expansion in den Irak für möglich. Gewinnen wolle er sie durch neue Wachstumsperspektiven und eine stärkere Ausrichtung der Unternehmensziele auf die Interessen der Aktionäre, so Markus Pinger im Gespräch mit der FTD. Die Aktie von Celesio hat seit ihrem Höchstkurs vor fünf Jahren 70 Prozent an Wert verloren. Der Konzern beliefert Apotheken mit Arzneimitteln und macht mehr als 20 Mrd. Euro Umsatz im Jahr
HP laufen die Kunden davon
Der von Personalquerelen und Fehlentscheidungen im Management gebeutelte Computerkonzern konnte im ersten Geschäftsquartal deutlich weniger Desktop-PC, Notebooks, Drucker, Server und Speichersysteme verkaufen als noch vor einem Jahr. Der Umsatz schmolz insgesamt um 7 Prozent auf 30,0 Milliarden Dollar (22,7 Mrd Euro). Vor allem die Privatkunden hielten sich auffallend zurück. Sie stürzten sich stattdessen auf Tablet-Computer wie Apples iPad oder auf Smartphones wie das iPhone. Der Gewinn brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um beinahe die Hälfte auf unterm Strich 1,5 Milliarden Dollar ein.
Teil 2: Der Ausblick auf die bedeutendsten Termine des Tages
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FTD.de, 23.02.2012
© 2012 Financial Times Deutschland,
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