Der DAX wird zum Handelsstart 0,4 Prozent fester bei 6.521 Punkten erwartet, nachdem er an den vorangegangenen zwei Handelstagen bereits 5,62 Prozent zugelegt hat. Einige Anleger dürften sich vor den Sitzungen der Notenbanken und ihren Zinsentscheidungen im weiteren Wochenverlauf langsam zurückziehen.
Der Euro hat sich am Morgen etwas erholt und kratzt an der Marke von 1,25 Euro. Die Ölpreise sind am Dienstag mit der Aussicht auf die Zinssenkung in der Eurozone und der Sorge vor einer neuen Verschärfung des Atomstreits mit dem Ölförderland Iran leicht angezogen. Am Donnerstag dürfte die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins nach Einschätzung der meisten Experten erstmals unter die Marke von 1,0 Prozent senken. Der Zinsschritt könnte die schwache Konjunktur in zahlreichen Ländern der Eurozone stärker in Schwung zu bringen.
K+S hat den Verkauf seines Stickstoffdünger-Geschäfts an die russische EuroChem unter Dach und Fach gebracht. Der DAX-Konzern wolle seine Ressourcen auf die Felder Kali- und Magnesium-Produkte sowie auf das Salzgeschäft konzentrieren, teilte K+S am Montag mit. Daher hat das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr seine Blumenerde-Sparte Compo an die Beteiligungsfirma Triton verkauft. Die Russen hatten 2011 schon Teile des Stickstoff-Düngemittelgeschäfts vom ehemaligen K+S-Mutterkonzern BASF gekauft. Mit der K+S-Sparte erwarben sie nun die dazu passenden Vertriebsaktivitäten von K+S. Die Kasseler hatten 2011 im Stickstoff-Düngemittelgeschäft 1,2 Milliarden Euro umgesetzt und einen Betriebsgewinn von knapp 70 Millionen Euro erwirtschaftet.
Der Schweizer Lebensversicherer Swiss Life erwägt die Umbenennung seiner Tochter AWD. Damit würde eine der bekanntesten und zugleich umstrittensten Marken aus der deutschen Finanzszene verschwinden - und mit ihr das Vermächtnis von AWD-Gründer Carsten Maschmeyer. Nach Informationen der FTD aus Versicherungskreisen soll die endgültige Entscheidung bis November fallen. Ein Sprecher wollte keinen Kommentar abgeben.
Dell will mit dem Kauf des SAP-Konkurrenten Quest sein Softwaregeschäft breiter aufstellen und die Abhängigkeit vom schwächelnden PC-Markt verringern. Der Computerkonzern aus Texas übernimmt das Softwareunternehmen nach Angaben vom Montag für 2,4 Milliarden Dollar. Mit seiner Bar-Offerte über 28 Dollar je Aktie konnte sich Dell im monatelangen Bieterkampf gegen den Finanzinvestor Insight Venture Partners durchsetzen. Dell will die Übernahme im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2013 abschließen, das Anfang Februar beginnt.
Der US-Softwarekonzern Microsoft nimmt wegen seiner Onlinewerbetochter aQuantive eine 6,2 Mrd. Dollar schwere Anschreibung vor. Die Berichtigung auf den Firmenwert falle im vierten Quartal an, teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Quartalsgewinn dürfte damit vollständig aufgezehrt werden. Analysten hatten damit gerechnet, dass Microsoft am 19. Juli einen Nettogewinn von etwa 5,25 Mrd. Dollar vorlegen würde.
Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung hat im anhaltenden Patentstreit mit Apple eine weitere Niederlage erlitten. Ein US-Gericht wies am Montag einen Antrag der Koreaner zurück, ein Verkaufsverbot für den Tablet-Computer Galaxy Tab 10.1 in den USA aufzuheben. Samsung wolle aber an seinem Berufungsantrag festhalten, sagte eine Unternehmens-Sprecherin. Der Apple-Rivale geht auch gegen eine einstweilige Verfügung vom Freitag vor, mit der es Samsung untersagt wird, sein Smartphone Galaxy Nexus zu verkaufen. Das Gerät ist ein Konkurrenzprodukt zum iPhone von Apple .
Quelle: Agentur
Teil 2: Der Ausblick auf die bedeutendsten Termine des Tages