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Merken   Drucken   08.05.2012, 10:00 Schriftgröße: AAA

Börsenausblick: DAX startet kraftlos in den Tag

Die Anleger erwartet am Dienstag eine wahre Zahlenflut an Unternehmensdaten. Der Handelsstart verzögert sich aber. Grund sind technische Probleme im Xetra-System.

Banker sehen den DAX  zum Handelsstart auf Niveau vom Vortag bei 6560 Punkten. Die asiatischen Börsen stabilisierten sich im Handelsverlauf, die Vorgaben geben aber insgesamt keine starken Impulse. Die US-Aktienmärkte haben nach der verlustträchtigen Vorwoche am Montag kaum verändert geschlossen. Die wichtigsten Indizes hatten sich im Verlauf nur wenig bewegt, wobei Standardwerte mehrheitlich etwas leichter notierten, während Aktien aus der zweiten Reihe überwiegend leicht zulegen konnten. Zu Handelsbeginn hatte der Ausgang der Wahlen in Griechenland und Frankreich etwas belastet.

Am Morgen ging in Frankfurt aber erstmal nichts. Technische Probleme im Xetra-System behinderten den deutschen Aktienhandel. Die Störung werde untersucht. "Auf Entscheidung der Geschäftsführung der Frankfurter Wertpapierbörse wurde der Beginn des Handels in Xetra bis auf weiteres verschoben", hieß es in einer Mitteilung auf der Homepage des Börsenbetreibers. Laut Händlern könnte sich der Handelsstart um Stunden verzögern.

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Die Deutsche Post  meldet überraschend einen deutlichen Umsatz- und Gewinnsprung für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Grund für die gute Performance sei vor allem das starke Asiengeschäft, teilte der Konzern am Dienstagmorgen mit. Während der Umsatz um vier Prozent auf 13,4 Milliarden Euro zulegte, stieg der operative Gewinn (EBIT) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 691 Millionen Euro, hieß es von den Bonnern. Unter dem Strich sprang der Konzerngewinn sogar um 64 Prozent auf 533 Millionen Euro. Für 2012 erwartet die Deutsche Post weiterhin ein EBIT von 2,5 bis 2,6 Milliarden Euro. Bereinigt um den Postbank -Effekt soll der Konzerngewinn ebenfalls zulegen.

Der Tarifkonflikt bei der Telekom Deutschland GmbH ist beendet. Arbeitgeber und die Gewerkschaft Verdi einigten sich am Montag in Berlin auf Lohn- und Gehaltserhöhungen von 6,5 Prozent für die 50.000 Beschäftigten. Die Anhebung erfolgt in drei Stufen. Dabei handelt es sich um die Bereiche Festnetz, Mobilfunk sowie Service. Für die 18.000 Beschäftigten von T-Systems soll am Dienstag und Mittwoch nächster Woche weiterverhandelt werden. Für die 16.500 Mitarbeiter der Bonner Konzernzentrale ist in der Schlichtung bereits eine Gehaltsanhebung um 6,5 Prozent ausgehandelt worden.

Belastet von der australischen Tochter Leighton hat Hochtief erneut rote Zahlen geschrieben. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres habe der Verlust bei 34,1 Millionen Euro gelegen, teilte der Konzern am Dienstag mit. Analysten gingen von einem noch etwas höheren Verlust aus. Vor Steuern ergab sich ein Verlust in Höhe von 90,9 Millionen Euro, nach 444,8 Millionen Euro im ersten Quartal 2011. Der Umsatz erhöhte sich unterdessen dank einer guten Auftragslage um 13,3 Prozent auf 5,58 Milliarden Euro. Den erst jüngst reduzierten Ausblick für 2012 bestätigte Hochtief.

Die Gea Group hat wegen der Probleme in den neuen Sparten im Auftaktquartal wie erwartet einen Gewinneinbruch erlitten. Der Überschuss schrumpfte von 39,8 Millionen auf 12,7 Millionen Euro, teilte der Maschinenbauer am Dienstag mit. Das neue Geschäft, das Lösungen zur Verarbeitung und Verpackung von Lebensmitteln anbietet, sorgte für Belastungen von 36 Millionen Euro. Bereits zur Hauptversammlung Ende April hatte das Management die Eckdaten vorgelegt und auf die Schwierigkeiten hingewiesen. Ohne den Einmaleffekt und bereinigt um Belastungen aus Zukäufen wäre der operative Gewinn (EBIT) im ersten Quartal indes von 69,0 auf 84,3 Millionen Euro gestiegen. So brach er auf 32,8 Millionen Euro ein. Den erst kürzlich nach oben geschraubten Ausblick bekräftigte der Vorstand.

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Gildemeister  ist aufgrund der weiter starken Nachfrage mit überraschend hohen Zuwächsen in das neue Jahr gestartet. Der Umsatz wuchs vor allem dank eines starken Kerngeschäfts mit Werkzeugmaschinen um ein Fünftel auf 451,8 Millionen Euro. Vor Zinsen und Steuern verdiente das Unternehmen 18,8 Millionen Euro, nach 10,4 Millionen vor einem Jahr. Unter dem Strich waren es 10,3 Millionen Euro nach 0,3 Millionen Euro im Jahr zuvor. Die Prognose für das laufende Jahr bekräftigte der Vorstand.

Quelle: Agentur

Teil 2: Der Ausblick auf die bedeutendsten Termine des Tages

  • FTD.de, 08.05.2012
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