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Merken   Drucken   13.02.2012, 08:30 Schriftgröße: AAA

Börsenausblick: Erleichterung nach Griechen-Votum

Die Zustimmung des griechischen Parlaments zum Sparpaket dürfte zu Wochenbeginn die Finanzmärkte anschieben. Vor allem Aktien aus der Finanzbranche werden mit deutlichen Gewinnen erwartet. von Franz-Georg Wenner
Die Chancen für einen freundlichen Wochenauftakt an den Aktienmärkten sind recht gut. Nach einer hitzigen Debatte gab das griechische Parlament in der Nacht zu Montag grünes Licht für das umstrittene Sparpaket. Die Zustimmung aus Athen ist Voraussetzung dafür, dass die EU-Finanzminister am Mittwoch ein weiteres Hilfspaket in Höhe von 130 Mrd. Euro Athen bewilligen.
Kursinformationen und Charts
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In Asien hielten sich die Aufschläge aber dennoch in Grenzen, da die Entwicklung im Markt bereits überwiegend eingepreist war. Zudem kamen wenig erfreuliche Konjunkturmeldungen aus Japan.
Das BIP in der drittgrößten Volkswirtschaft schrumpfte im Quartal zum Jahresende um 0,6 Prozent und damit doppelt so stark wie angenommen. Der Nikkei-Index schloss um 0,6 Prozent höher bei 8999 Punkten. Der Shanghai-Composite verlor um 0,2 Prozent.
Auch an den Devisenmärkten fällt die Reaktion sehr verhalten aus. Der Euro steht am Morgen unverändert bei 1,324 Dollar. Gold wird 0,4 Prozent fester bei 1728 Dollar je Feinunze gesehen, Öl der Sorter Brent kann die Verluste vom Freitag wieder aufholen und steht bei 118,26 Dollar je Barrel.
An den Ölmärkten sei die "extrem pessimistische Stimmung" der vergangenen Monate der Erwartung eines moderaten Wachstums der Weltwirtschaft gewichen, hieß es auf dem Parkett.
Die US-Aktienmärkte standen am Freitag noch im Bann der Griechenland-Problematik. Zur Schlussglocke notierte der Dow Jones wenige Punkte über dem Xetra-Schlussniveau um 0,7 Prozent tiefer bei 12.801 Punkten. Der Nasdaq Composite gab um 0,8 Prozent auf 2904 Stellen nach.
DAX im Fokus
Nach Berechnungen von Banken dürfte der DAX rund 0,8 Prozent höher bei 6749 Punkten in den Handel starten. Finanzwerte sind nach den positiven Signalen aus Griechenland gefragt: Deutsche Bank  und Commerzbank  werden rund drei Prozent höher gesehen. Defensive Werte wie Fresenius  fallen hingegen leicht zurück.
 
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BMW  muss in den USA rund drei Millionen Dollar Strafe zahlen. Einer Mitteilung der Straßenverkehrsbehörde NHTSA zufolge geht es um Rückrufaktionen aus dem Jahr 2010, die nicht den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend rechtzeitig erfolgt seien. Der bayerische Autobauer sowie die US-Tochter stimmten der Entscheidung bereits zu.
Die Deutsche Post  kommt mit ihrem Großprojekt E-Postbrief trotz massiven Marketings nur sehr langsam voran. Nach Angaben der FTD soll im ersten Halbjahr 2012 über die Plattform eine einfache Identitätsprüfung möglich sein. In der zweiten Jahreshälfte soll ein E-Post-Payment und damit eine direkte Bezahlfunktion möglich sein, sagte Briefvorstand Jürgen Gerdes.
Blick auf die Nebenwerte
Bilfinger Berger  hat die selbst gesteckten Ziele für das vergangene Jahr erreicht. Vor allem wegen des Verkaufs des Australien-Geschäfts kletterte der Gewinn von 284 auf 394 Mio. Euro. Aktionäre sollen eine um 0,90 auf 3,40 Euro je Aktie erhöhte Dividende erhalten. Für das neue Geschäftsjahr gab sich das Management recht zuversichtlich und rechnet mit deutlich steigenden Margen und Veräußerungsgewinnen. Auch die Mittelfristziele bis 2016 bekräftigte der Konzern.
Die Hochtief -Tochter Leitghton braucht ein halbes Jahr länger, um ihr bisheriges Gewinnversprechen einzulösen. Nach Angaben der Australier wird das Ziel eines Überschusses ohne Sonderposten von 600 bis 650 Mio. australische Dollar erst Ende dieses Jahres erreicht. Bisher galt die Prognose bis Ende Juni. Zudem leitete die australische Polizei ein Ermittlungsverfahren gegen ein Zweigunternehmen des Konzerns ein.
Aktien von Rheinmetall  könnten überdurchschnittlich gut in die Woche starten. Zusammen mit dem deutschen Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann hoffen die Düsseldorfer auf einen Großauftrag aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Golfstaaten wollen bis zu 600 Radpanzer anschaffen und haben dazu potenzielle Lieferanten angesprochen, will das "Handelsblatt" aus Branchenkreisen erfahren haben. Das Volumen könnte bei rund 1,5 Mrd. Euro liegen.

Teil 2: Der Ausblick auf die bedeutendsten Termine des Tages

  • FTD.de, 13.02.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland,
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  Dow Jones 12454,83  [-74.92 -0,60%
  Nasdaq Composite 2837,53  [-1.85 -0,07%
  Euro 1,25145 USD  [-0.00204 -0,16%
  Brent-Öl 106,83 USD  [0.27 +0,25%
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