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06.02.2012, 08:26
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Börsenausblick:
Griechen-Krise drückt den DAX
Die laufenden Verhandlungen mit Griechenland zehren an den Nerven der Investoren. Trotz guter Vorgaben von den Weltbörsen wird der DAX zunächst etwas tiefer erwartet.
von Franz-Georg Wenner
Das Thema Griechenland nimmt kein Ende und bestimmt zu Wochenbeginn den Handel. Am Sonntag waren die Schuldenverhandlungen der Regierung mit der Troika aus EU, EZB und IWF ohne Anzeichen für eine Einigung zu Ende gegangen. Die internationalen Kreditgeber haben Griechenland bis Montagmittag nun ein Ultimatum gestellt, ob sie die Sparauflagen im Gegenzug für weitere Finanzhilfen akzeptieren. Die Verhandlungen sollen heute fortgeführt werden.
Kursinformationen und Charts
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DAX
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6339,94 |
[24.05] |
+0,38% |
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Dow Jones
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12454,83 |
[-74.92] |
-0,60% |
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An den Devisenmärkten fällt die Reaktion auf die zähen Verhandlungen deutlich aus - der Euro büßt im frühen Handel um 0,4 Prozent auf 1,307 Dollar ein. Der Ölpreis (Brent) zeigt sich ebenfalls leichter und fällt um 0,22 Euro auf 114,36 Dollar je Barrel. Die unklare Lage über den Fortgang der Gespräche mit Griechenland überlagert derzeit die anhaltenden Spannungen mit dem Iran. Gold wird 0,3 Prozent höher bei 1731 Dollar gesehen.
Aktienmärkte legen zu
In Asien behielten zunächst noch die Käufer die Oberhand. Investoren reagierten vor allem auf die positiven US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag, während die Unsicherheit über die Entwicklung in Griechenland vorübergehend in den Hintergrund rückte. In Tokio kletterte der Nikkei auf den höchsten Stand seit drei Monaten bis auf knapp unter 9000 Punkte und schloss um 1,1 Prozent höher bei 8929 Zählern. In China verlor der Shanghai-Composite um 0,5 Prozent. Am Freitag waren bereits die US-Indizes mit deutlichen Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der Dow Jones kletterte um 1,2 Prozent auf 12.862 Punkte, für den S&P 500 ging es um 1,5 Prozent auf 1345 Stellen aufwärts. Der Nasdaq Composite rückte um 1,6 Prozent auf 2906 Zähler vor.
DAX im Fokus
Nach dem Vorwocheplus von 3,9 Prozent beim DAX holen die Bullen am Montag zunächst etwas Luft. Vorbörslich wird der Leitindex rund 0,4 Prozent tiefer bei 6742 Punkten erwartet.
Die
Deutsche Börse will nach der gescheiterten Fusion mit der NYSE nun aus eigener Kraft wachsen. "Wir werden mit Nachdruck unsere Positionen ausbauen, mit Schwerpunkt auf den Bereichen Derivate-Clearing, Risiko- und Sicherheitsmanagement", sagte Börsen-Chef Reto Francioni der "FTD". Zugleich nimmt aber auch die Kritik an Francioni zu.
RWE will seine Sparanstrengungen verschärfen. Über die ohnehin vorgesehenen Einsparungen von 1,5 Mrd. Euro in den Jahren 2013/14 sei als "Plangröße" derzeit eine weitere Milliarde Euro angedacht, sagte eine Konzernsprecherin. Nach Angaben der FTD könnten weitere 3500 Arbeitsplätze abgebaut werden.
Bei
Daimler werden derzeit Pläne verfolgt, die Kooperation mit anderem Autobauern bei der Transporterproduktion auszubauen. Neben der laufenden Zusammenarbeit mit VW stellt auch eine Einbeziehung von Renault eine mögliche Option dar, ließ Daimler-Transporterchef Volker Mornhinweg gegenüber der "'Automobilwoche'" durchblicken.
Blick auf die Nebenwerte
Spekulationen um eine bevorstehende Übernahme von Douglas geben den Papieren der Drogerie-Kette zu Wochenbeginn Rückenwind. Als Auslöser nannten Börsianer eine Pflichtmitteilung vom Freitag, derzufolge sich der Drogerie-Unternehmer und Großaktionär Erwin Müller Optionen zum Kauf weiterer Douglas-Anteile gesichert hat. "Da scheint sich ein Übernahmekampf anzubahnen", sagte ein Händler. Vorbörslich legen Douglas-Aktien um gut vier Prozent zu.
Einen guten Auftakt sollten auch
Gea -Aktien hinlegen. Der Anlagenbauer steigerte im vergangenen Jahr den Umsatz um 23 Prozent auf 5,417 Mrd. Euro, während der operative Gewinn sogar um 43 Prozent auf 525 Mio. Euro zulegte. Analysten hatten nur mit Erlösen von 5,26 Mrd. Euro und einem bereinigten Ebit von 495 Mio. Euro gerechnet. Für 2012 rechnet das Management mit weiteren Zuwächsen. Anleger sollen an der guten Geschäftsentwicklung teilhaben und erhalten eine um 15 Cent auf 55 Cent je Aktie erhöhte Dividende.
Teil 2: Der Ausblick auf die bedeutendsten Termine des Tages
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FTD.de, 06.02.2012
© 2012 Financial Times Deutschland,
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