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22.02.2012, 08:30
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Börsenausblick:
Ölpreis verunsichert die Anleger
Die Vorgaben für den Handel fallen durchwachsen aus. Neben der Euro-Krise beschäftigt der steigende Ölpreis die Börsianer. Beides dämpft die Kauflaune.
von Franz-Georg Wenner
Nach dem verlängerten Wochenende sind die US-Aktienmärkte am Dienstag mit leichten Gewinnen in die Börsenwoche gestartet. Der Dow Jones kletterte zeitweise am Dienstags zum ersten Mal seit Ende Mai 2008 wieder über die 13.000er-Marke, konnte das erhöhte Niveau aber nicht halten und schloss um 0,1 Prozent fester bei 12.966 Zählern. Der technologielastige Nasdaq Composite gab hingegen um 0,1 Prozent auf 2949 Stellen nach. In Asien profitierten die Kurse von ermutigenden Industriedaten aus China.
Kursinformationen und Charts
Der vorläufige chinesische Einkaufsmanagerindex der britischen Großbank HSBC blieb zwar weiterhin unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten, stieg aber im Februar auf 49,7 von 48,8 Zählern im Januar. "Die Grundstimmung des Markts bleibt positiv", sagte Analyst Yumi Nishimura von Daiwa Securities. Der Nikkei rückte um ein Prozent vor und schloss bei 9554 Zählern. Aufwärts ging es auch in Taiwan, Südkorea, Shanghai und Hongkong.
Hoher Ölpreis dämpft die Stimmung
Mit Sorge schauen die Aktienstrategen derzeit aber auf die Entwicklung beim Ölpreis. Bereits in den USA hatten Befürchtungen, der steigende Ölpreis könnte die Wirtschaft abwürgen, die Kursgewinne in engen Grenzen gehalten. Wegen den anhaltenden Spannungen zwischen dem Westen und dem Iran über dessen Atomprogramm sowie den robusten Aktienmärkten verzeichnete das schwarze Gold in den vergangenen Tagen deutliche Preisaufschläge. Allein sein Anfang Februar stieg der Preis für WTI von 110 auf derzeit rund 121 Dollar je Barrel.
Auch das Thema Griechenland wird die Märkte weiterhin beschäftigen. Das klamme südeuropäische Land rechnet für dieses Jahr mit einem höheren Haushaltsdefizit. Die Lücke wird wohl 6,7 statt der zunächst angepeilten 5,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen.
DAX im Fokus
Der
DAX tendiert kurz vor Handelsbeginn noch uneinheitlich und steht nahezu unverändert bei 6913 Punkten. Die Berichtssaison macht zur Wochenmitte eine Pause. Neuigkeiten gibt es aus der Autobranche.
Volkswagen setzt in Zukunft verstärkt auf die Einheitsfabrik. Mit dem modularen Produktionsbaukasten sollen vor allem die Kosten gesenkt und Prozesse stabilisiert werden, sagte Produktionsvorstand Hubert Waltl dem "Handelsblatt". Vorteile liegen auch in einer höheren Flexibilität und verkürzten Anlaufphasen für neue Modelle.
Bei
Daimler gibt es offenbar Pläne für ein neues Elektroauto. "Vieles spricht für einen Kompaktwagen", sagte ein Konzernsprecher. Bereits in der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass der US-Partner Tesla einen neuen Elektroantrieb entwickelt hat.
Blick auf die Nebenwerte
Rheinmetall erzielte in den vergangenen Monaten gute Geschäfte mit Autoteilen und meldete bereits vor Handelsbeginn einen Rekordgewinn für 2011. Nach ersten Berechnungen stieg der operative Gewinn der Düsseldorfer um 19 Prozent auf 354 Mio. Euro. Der Umsatz kletterte um zwölf Prozent auf 4,5 Mrd. Euro und traf damit exakt die Markterwartungen.
Im Technologiesegment lohnt sich der Blick auf die Aktien von
Dialog Semiconductor . Der Chipproduzent steigerte im abgelaufenen Jahr den Umsatz von 296,6 auf 527,3 Mio. Dollar. Der Gewinn legte von 42,5 auf 55,9 Mio. Dollar zu. Für das laufende Quartal rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von 160 bis 166 Mio. Dollar.
Teil 2: Der Ausblick auf die bedeutendsten Termine des Tages
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FTD.de, 22.02.2012
© 2012 Financial Times Deutschland,
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