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08.02.2012, 08:43
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Börsenausblick:
Risikobereitschaft nimmt zu
Auch zur Wochenmitte blicken die Investoren auf die Entwicklung in Athen. Inzwischen verdichten sich die Hinweise, dass eine Einigung kurz bevorsteht. DAX, Euro und Öl dürften mit Auftaktgewinnen starten.
von Franz-Georg Wenner
Ungeachtet der Verzögerungen bei den Verhandlungen mit Griechenland keimt zur Wochenmitte wieder verstärkt Hoffnung auf, dass nun doch recht zügig eine Lösung erzielt wird. Bundeskanzlerin Angela Merkel hält es für möglich, dass die Gespräche über neue Sparanstrengungen Athens bis Donnerstagabend abgeschlossen sind. "Trotz der Unsicherheit wegen Griechenland bleiben die globalen Märkte stabil und die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA unterstützen Gewinne - zumindest für jetzt", sagte Analyst Yumi Nishimura von Daiwa Securities.
Kauflaune an den Aktienmärkten
Kursinformationen und Charts
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DAX
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6339,94 |
[24.05] |
+0,38% |
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Dow Jones
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12454,83 |
[-74.92] |
-0,60% |
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Entsprechend positiv sind die Vorgaben von den Weltbörsen. Der
Dow Jones kletterte um 0,2 Prozent auf 12.878 Punkte und damit den höchsten Stand seit Mai 2008. Für den S&P 500 ging es ebenfalls um 0,2 Prozent auf 1347 Stellen aufwärts, der Technologiewerte-Index Nasdaq Composite legte leicht um 0,1 Prozent auf 2904 Zähler zu. In Tokio knackte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index die 9000-Punkte-Marke und schloss 1,1 Prozent fester bei 9015 Zählern. Auch die übrigen asiatischen Märkte in Singapur, Hongkong und Südkorea legten zu.
Öl knackt den Widerstand
Die erhöhte Risikobereitschaft zeigt sich auch auf den Devisenmärkten. Der Euro stieg im frühen Handel um 0,2 Prozent auf 1,327 Dollar und steht damit auf dem höchsten Niveau seit Mitte Dezember. Auch bei den Rohstoffen geht die Tendenz wieder aufwärts: Öl der Sorte Brent legt leicht auf 116,33 Dollar zu und scheint nun nachhaltig den Widerstand um 115 Dollar geknackt zu haben.
DAX im Fokus
Der
DAX wird nach Berechnungen von Banken rund 0,7 Prozent höher bei 6806 Punkten erwartet. Die Commerzbank führt mit gut drei Prozent zunächst die Gewinnerliste an.
Einen kleinen Erfolg vermeldete die
Deutsche Bank . Vor einem US-Gericht wurden zwei Klagen gegen die Bank abgewiesen. Nach Meinung von Richter Jed Rakoff haben die im vergangenen Sommer von der US-Pensionskasse TIAA und der Dexia eingereichten Klagen einen Betrug mit verbrieften Hypothekenpapieren nicht ausreichend aufgezeigt. Für die zum Verkauf gestellten Asset-Management-Aktivitäten werden für heute verbindliche Angebote von Interessenten erwartet. Kreisen zufolge können die Frankfurter mit knapp zehn Geboten rechnen.
Siemens übernimmt den deutschen Softwarehersteller IBS und stärkt damit sein Angebot an Automatisierungslösungen für die Industrie. Der DAX-Konzern bietet 6,10 Euro je Aktie und damit einen Aufschlag von rund einem Drittel auf den Schlusskurs vom Dienstag. Angestrebt wird eine Beteiligung von mindestens 75 Prozent an der IBS AG. Neuigkeiten gibt es auch vom Diagnostikgeschäft. In Zusammenarbeit mit der 2009 von Pfizer und GlaxoSmithKline gegründeten britischen Firma ViiV Healthcare sollen begleitende Tests für neue Aids-Medikamente entstehen.
Lufthansa will sein milliardenschweres Sparprogramm Score bis 2014 durchziehen. Betroffen sind alle Konzerngeschäftsfelder und die Tochter-Fluggesellschaften wie Swiss und Austrian Airlines. Planungen der Kranichlinie zufolge soll durch stärkere Synergien, niedrigere Kosten und höhere Umsätze der operative Gewinn "nachhaltig" um mindestens 1,5 Mrd. Euro steigern.
Daimler will seinen im kommenden Frühjahr auslaufenden Vertrag mit Produktionsvorstand Wolfgang Bernhard frühzeitig verlängern. Auf der nächsten Sitzung des Aufsichtsrats soll der Vertrag um fünf Jahr verlängert werden.
Blick auf die Nebenwerte
In der zweiten Reihe lohnt sich ein Blick auf die Zahlen von
Singulus und Heideldruck. Der Spezialmaschinenbauer schaffte auf Basis von vorläufigen Zahlen die operative Wende. Allerdings lag der Auftragseingang mit 151 Mio. Euro leicht unter den Konsensschätzungen. Positiv könnten hingegen die Aktien von Heideldruck auf die neuesten Daten reagieren. Zugleich blickt der Druckmaschinenhersteller recht zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr.
Teil 2: Der Ausblick auf die bedeutendsten Termine des Tages
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FTD.de, 08.02.2012
© 2012 Financial Times Deutschland,
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