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25.01.2012, 08:30
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Börsenausblick:
Spannender Handelstag in Sicht
Zur Wochenmitte sorgen einige Bilanzen aus den USA und Deutschland für Gesprächsstoff. Vor allem die Zahlen von Apple sollten dem Markt zunächst Auftrieb verleihen, bevor im weiteren Handelsverlauf wichtige Konjunkturdaten die weitere Richtung bestimmen werden.
von Franz-Georg Wenner
Überwiegend gute Quartalszahlen aus den USA sollten zur Wochenmitte die anhaltenden Unsicherheiten über die Höhe des Schuldenerlasses für Griechenland überlagern. Vor allem die wieder einmal erneut besser als erwartete Bilanz von Apple weckt Kauflaune. Im wichtigen Weihnachtsgeschäft verzeichnete der Konzern eine enorme Nachfrage nach iPhones und iPads und steigerte die Erlöse um 73 Prozent auf 46,3 Mrd. Dollar. Auch der Gewinn von 13 Mrd. Dollar übertraf erneut die Expertenschätzungen. Yahoo meldete hingegen für das vierte Quartal einen Rückgang beim Überschuss von 312 auf 296 Mio. Dollar. Das Ergebnis je Aktie von 0,24 Dollar entsprach den Prognosen.
Kursinformationen und Charts
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DAX
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6339,94 |
[24.05] |
+0,38% |
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Dow Jones
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12454,83 |
[-74.92] |
-0,60% |
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Zuvor präsentierten schlossen die wichtigsten US-Indizes nahezu unverändert. Der
Dow Jones ging 0,3 Prozent tiefer bei 12.676 Punkten aus dem Handel, der technologiestige Nasdaq Composite rückte um 0,1 Prozent auf 2787 Zähler vor. In Asien gaben die
Apple -Zahlen hingegen Auftrieb und ließen den Nikkei mit plus 1,1 Prozent auf 8883 Punkte und damit den höchsten Stand seit drei Monaten steigen. Wegen des chinesischen Neujahrsfestes sind viele andere asiatische Handelsplätze nach wie vor geschlossen.
Ifo und die Fed
Neben einigen Bilanzen von DAX-Konzerne und US-Schwergewichten sowie den laufenden Verhandlungen mit Griechenland dürften im Handelsverlauf einige Konjunkturdaten für Impulse sorgen. Am Vormittag wird zunächst der ifo-Geschäftsklimaindex erwartet. Volkswirte rechnen mit einem dritten Anstieg in Folge und sehen Deutschlands wichtigstes Konjunkturbarometer bei 107,6 Zählern. Später kommen noch einige Daten zum US-Immobilienmarkt, bevor mit dem Fed-Zinsentscheid und der Pressekonferenz um 20.15 Uhr der Höhepunkt des Tages auf der Agenda steht. Erstmals in ihrer Geschichte wird die US-Notenbank eine Prognose für die Entwicklung ihres Leitzinses veröffentlichen.
An den Devisenmärkten halten sich die Investoren nach wie vor eher zurück. Der Euro wird wie bereits am Vortag um 1,30 Dollar gehandelt. Auch beim Öl- und Goldpreis gibt es keine nennenswerten Kursbewegungen.
DAX im Fokus
Banken taxieren den DAX kurz vor Handelsbeginn rund 0,5 Prozent höher bei 6452 Punkten. Commerzbank-Aktien legen um 2,6 Prozent zu, für Munich Re und FMC geht es um mehr als ein Prozent aufwärts.
Auch in Deutschland nimmt allmählich die Berichtssaison an Fahrt auf. Nachdem SAP bereits vor knapp zwei Wochen erste Eckdaten für das vierte Quartal veröffentlichte, wurde heute der Ausblick konkretisiert. Die Walldorfer peilen ein bereinigtes Betriebsergebnis von 5,05 bis 5,25 Mrd. Euro an. Im vergangenen Jahr wurden operativ 4,7 Mrd. Euro verdient und damit so viel wie noch nie in der 40-jährigen Unternehmensgeschichte.
Beiersdorf vermeldete hingegen wegen des strickten Sparkurses im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang. Demnach sank der Betriebsgewinn um ein Viertel auf 431 Mio. Euro. Analysten hatten für 2011 aber nur mit einem Ebit von 366 Mio. Euro kalkuliert. Einen Ausblick wird es erst mit der Vorlage der Bilanz Anfang März geben.
Die angestrebte Börsenfusion zwischen der Deutschen Börse und der New Yorker Nyse Euronext wird zunehmen unwahrscheinlicher. Berichten zufolge wird sich die EU-Kommission hinter Wettbewerbskommissar Alumina stellen und den Zusammenschluss untersagen. Demnach hätten 25 der 27 Kommissare signalisiert, bei der Abstimmung am 1. Februar für eine Blockade der Fusion zu stimmen.
Aktionäre von
Siemens können sich heute über die Dividendenausschüttung freuen. Nach den enttäuschenden Zahlen vom Vortag zahlt der Mischkonzern drei Euro je Aktie. Zum Vortagesschluss von 77,39 Euro bedeutet dies einen Abschlag von 3,9 Prozent.
Blick auf die Nebenwerte
Die schlechten Nachrichten aus dem Solarsektor reißen auch zur Wochenmitte nicht ab. Nachdem am Dienstag Q-Cells mitteilte, dass das Eigenkapital aufgezehrt ist, überraschte Conergy am Morgen mit einem überraschend hohen Verlust für 2011. Nach vorläufigen Berechnungen liegt das Ebitda bei minus 80 bis minus 85 Mio. Euro - bisher lagen die Schätzungen bei 50 bis 55 Mio. Euro. 2012 erwartet der
Conergy -Chef ein "anhaltend schwieriges Marktumfeld".
Teil 2: Der Ausblick auf die bedeutendsten Termine des Tages
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FTD.de, 25.01.2012
© 2012 Financial Times Deutschland,
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