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10.03.2009, 08:46
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Börsenausblick:
Weltindizes auf Mehrjahrestiefs
Die Talfahrt an den globalen Aktienmärkten scheint kein Ende zu nehmen. In den USA und Japan rutschten die wichtigsten Märkte auf neue Tiefstände ab. Im Dax rücken Eon-Aktien in den Vordergrund.
von Franz-Georg Wenner
Von den asiatischen Märkten kommen am Morgen gemischte Vorgaben. Während die Börsen in Hongkong (plus 3,1 %) und Südkorea (plus 1,9 %) deutliche Gewinne verzeichneten, beendete der Nikkei den Handel um 0,4 % im Minus bei 7055 Punkten und damit auf einem 26-Jahrestief.
Dax im FokusDer Dax wird vorbörslich bei 3687 Punkten gehandelt und damit auf dem Niveau des Xetra-Schlussstandes vom Montag. An den amerikanischen Märkten zeichnet sich nach dem Fehlstart zum Wochenauftakt eine leichte Erholung ab - die Futures werden rund 0,7 % höher taxiert.
Neue Hoffnung bei der Deutschen Post: Berichten zufolge kann das Gesetz zur Abschaffung des Steuerprivilegs nicht mehr in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden. Damit würde der Dax-Konzern den Mehrwertsteuervorteil im Großkundengeschäft länger behalten als bislang erwartet.
Der Düsseldorfer Stromkonzern Eon bekommt die Folgen der Wirtschaftskrise zu spüren. Der Versorger kappte seine Prognose für das kommende Jahr und rechnet nun mit einem bereinigten Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) von elf Mrd. Euro. Zur Begründung verwies Eon auf geringer als erwartete Absätze im Strom- und Gasgeschäft, Auswirkungen der Regulierung im Energiemarkt, negative Währungseffekte und niedrigere Ergebnisbeiträge neuer Markteinheiten. Etwas vorsichtiger ist der Branchenprimus auch für 2009: Beim bereinigten Ebit will der Energiekonzern das Niveau von 2008 erreichen und somit rund 9,9 Mrd. Euro. Im vergangenen Jahr steigerte der Konzern die Erlöse dank Zukäufe deutlich um 26 % auf 86,8 Mrd. Euro. Analysten hatten hingegen nur mit einem Wert von knapp 79 Mrd. Euro gerechnet.
Blick auf die NebenwerteErfreuliche Nachrichten kommen am Morgen von EADS. Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern steigerte im vergangenen Jahr den Überschuss nach Minderheitsanteilen Dritter auf fast 1,6 Mrd. Euro nach einem Verlust von 446 Mio. Euro im Vorjahr. Analysten hatten mit rund 300 Mio. Euro weniger kalkuliert. Auch die Aktionäre können sich freuen: Die Dividende soll um zwei Drittel auf 20 Cent je Aktie steigen.
Schaeffler hat Berichten zufolge die Pläne für eine Fusion ihrer Autozuliefer-Sparte mit der von Continental vorerst auf Eis gelegt. "Wenn man da die Synergien ohne einen großen Zusammenschluss bergen kann, belastet das die Organisation nicht zusätzlich", hieß es. Der anvisierte Zusammenschluss der Automotive-Sparte könnte sich somit um mehrere Jahre verzögern.
Teil 2: Blick auf die US-Börsen
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boerse-online.de, 10.03.2009
© 2009 Financial Times Deutschland,
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