Vorschusslorbeeren gab es für die Commerzbank. Laut Analysten profitiert das Institut von guten Branchendaten. Spekulationen über Portugals Flucht unter den Rettungsschirm haben den deutschen Leitindex kaum berührt.
Der DAX gewann 0,3 Prozent auf 7426 Zähler, auf Wochensicht legte er 0,8 Prozent zu. Der Settlement-Kurs für DAX-Optionen war am Mittag mit 7417,72 Zählern festgesetzt worden.
Zum Verfallstermin versuchen Investoren, die Kurse derjenigen Aktien oder Indizes, auf die sie Derivate halten, in die für sie günstige Richtung zu bewegen. Am Freitagmittag verfielen Optionen auf Indizes, zum Xetra-Schluss waren Optionen auf einzelne Aktien an der Reihe.
Die US-Börsen notierten zum Handelsschluss in Europa leicht fester. Dort war der Handel angesichts eines verlängerten Wochenendes dünn.
Der europäische Stoxx 50 verlor 0,3 Prozent. Das Börsenbarometer wurde unter anderem von den Titeln der Bergbaukonzerne BHP Billiton und Rio Tinto belastet, die jeweils mehr als zwei Prozent nachgaben.
In Portugal sank der PSI 20 Index um 1,2 Prozent. Die Länder der Europäischen Union rechnen Kreisen zufolge damit, dass das südeuropäische Land bis April wohl doch unter den Euro-Rettungsschirm flüchten muss. Bundesfinanzstaatssekretär Jörg Asmussen sagte "Reuters Insider TV" in Paris: "Um es ganz klar zu sagen: Portugal hat keine finanzielle Hilfestellung erbeten und hat das nach meiner Kenntnis auch nicht vor."
Dax im Fokus
Im DAX waren erneut Commerzbank Spitzenreiter, deren Titel sich um 3,4 Prozent auf 6,15 Euro verteuerten. "Sie profitiert immer noch von der sich aufhellenden Branchenstimmung", sagte ein Börsianer. "Außerdem hat die Aktie im Vergleich etwa zur Deutschen Bank noch Nachholpotenzial." Deren Papiere haben in den vergangenen Wochen mit einem Plus von gut 18 Prozent rund ein Drittel mehr zugelegt als die Titel der Commerzbank. Deutsche Bank schlossen am Freitag 0,2 Prozent im Plus bei 47,93 Euro. Die Commerzbank legt am kommenden Mittwoch ihre Jahresergebnisse vor.
Schlusslicht waren am Ende des Handelstages VW mit einem Abschlag von 1,2 Prozent, sowie BMW (minus 0,8 Prozent) und Daimler (minus 0,6 Prozent) Die Titel litten Börsianern zufolge unter Gewinnmitnahmen. Adidas verlor 0,9 Prozent, nachdem sich Goldman Sachs nach Angaben von Händlern skeptisch zu den Titeln des Sportartikelherstellers geäußert hatte.
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Im Nebenwerte-Index MDAX stachen Gagfah mit einem Minus von 6,9 Prozent heraus. Börsianer machten einen Bericht des TV-Magazins "Monitor" für die Verkäufe verantwortlich. Darin hieß es, die einst bundeseigene Immobilienfirma habe seit dem Verkauf an den US-Finanzinvestor Fortress ihre Ausgaben für die Instandhaltung der Gebäude in etwa halbiert. Dringend notwendige Sanierungen würden auf die lange Bank geschoben. Gagfah wies die Anschuldigungen in dem TV-Bericht zurück.
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