BP will komplette Schließung von Alaska-Ölfeld vermeiden
Der Öl-Konzern BP sucht nach Wegen, eine vollständige Schließung seines angeschlagenen Ölfeldes in Alaska zu vermeiden. BP hatte am Sonntag die Schließung des Feldes angekündigt, nachdem Lecks in einer veralteten Pipeline entdeckt wurden.
Die Nachricht hatte den Ölpreis auf ein neues Rekord-Hoch schnellen lassen. Normalerweise werden in dem Feld Prudhoe Bay täglich 400.000 Barrel (ein Barrel sind rund 159 Liter) gefördert. Es ist das größte Ölfeld der USA.
"Wir stehen im Dialog mit den staatlichen Regulierungsbehörden um festzustellen, ob es eine sichere Methode gibt, ein gewisses Produktionsniveau zu halten", sagte BP-Sprecher Daren Beaudo am Dienstag. Ohne Unterstützung der Behörden werde das Feld nicht weiter betrieben, fügte er hinzu. Eine vollständige Schließung sei immer noch geplant. Staatliche Regulierungsbehörden hatten betont, dass sie keine Schließung des Feldes angeordnet hätten. US-Energieminister Sam Bodman hatte ebenfalls am Dienstag gesagt, er halte einen Weiterbetrieb von bis zu 50 Prozent des Feldes für möglich. Von US-Raffinerien gab es dem Minister zufolge noch keine Anfrage, die Notvorräte anzugehen.
Der Energieinformationsbehörde (EIA) zufolge kann das Feld voraussichtlich ab Februar 2007 wieder mit voller Kapazität fördern. Die Behörde teilte in ihrem Monatsbericht mit, ihre Prognosen basierten auf den ersten Schätzungen von BP, wonach die Schließung einige Monate andauern werde. Die Behörde rechnet damit, dass die tägliche Produktion im August um 300.000 Barrel, im September und Oktober um 400.000 verringert sein wird.
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