Was bewegt Märkte? Harte Fakten - und die Psychologie der Anleger. Charttechnisch orientierte Investoren glauben, aus Kursbewegungen der Vergangenheit Aussagen für die Zukunft ableiten zu können. Viele Fundamentalisten sehen es pragmatisch: Wenn Charttechniker bestimmte Marken benennen, muss ich sie wenigstens kennen. In dieser Serie beleuchten wir börsentäglich die Situation im Dax.
Zuerst hat sich der Abwärtstrend des Deutschen Aktienindex (DAX ) verlangsamt, nun ist der Markt kurzfristig sogar in eine Seitwärtsbewegung übergegangen. Für eine dauerhafte Bodenbildung ist nun wichtig, dass sich auch noch oberhalb der ersten stärkeren Widerstandszone genug Käufer finden.
Diese verläuft zwischen rund 6820 und 6850 Punkten in Form einer waagerechten charttechnischen Barriere, die von der 55-Tage-Linie ergänzt wird. Zum Ausklang der Vorwoche testete der Markt diese Hürde bereits leicht an. Gelingt der Ausbruch nach oben, wäre dies ein erstes Signal dafür, dass die Verkäufer nicht mehr länger in der Überzahl sind.
Ob sich dann gleich ein neuer Aufwärtstrend entwickelt, bleibt dahin gestellt. An der Wall Street geht es mittlerweile wieder leicht aufwärts, der US-Leitindex S&P 500 könnte den DAX eventuell mitziehen. Zumindest bis an das bisherige Jahreshoch knapp unter der 7200er-Marke ist dann Platz.
Prallt der Index dagegen unterhalb der 6850er-Marke wieder nach Süden ab, ist viel Luft nach unten. Vor der ersten stärkeren Haltezone bei 6430/70 Punkten findet sich keine nennenswerte Unterstützung, allenfalls um 6650 Zähler könnte es zu leicht gesteigerter Nachfrage kommen.