Dank hoher Kurszuwächse bei Adidas ist der Deutsche Aktienindex (Dax) am Montag mit überdurchschnittlich hohen Kurszuwächsen in die neue Handelswoche gestartet. Der Dax verbesserte sich um 0,9 Prozent auf 4224 Punkte. An zweiter Stelle folgte der französische CAC 40, der 0,7 Prozent auf 3938 Stellen zulegte. Der Europa-Index Stoxx 50 kletterte um 0,2 Prozent auf 2823 Zähler. Der Handel in Großbritannien litt wegen eines Feiertags unter niedrigen Umsätzen, der FTSE 100 kam deshalb nicht über Kursgewinne von 0,2 Prozent auf 4801 Punkte hinaus.
Der Ölpreis gab weiter nach und fiel zeitweise auf den niedrigsten Stand seit Mitte Februar. Am Terminmarkt kostete leichtes US-Öl rund 49 $ pro Barrel (159 Liter), vor einer Woche hatte der Preis noch bei rund 56 $ gelegen. Der Euro fiel weiter und kostete nur noch 1,2863 $.
Spitzenplatz für Adidas
Mit einem Kursanstieg von 7,7 Prozent eroberte der Sportartikelhersteller Adidas den Dax-Spitzenplatz. Das Unternehmen aus Herzogenaurach präsentierte nicht nur gute Quartalszahlen, sondern verkaufte auch noch völlig überraschend seine vor acht Jahren für mehr als 1 Mrd. Euro erworbene Beteiligung Salomon für 485 Mio. Euro an die finnische Firma Amer Sports.
Auf dem zweiten Platz landeten Infineon. Die weltweiten Halbleiterabsätze waren im ersten Quartal nach Angaben des Branchenverbandes SIA um 13 Prozent gestiegen. Die Aktie gewann 2,3 Prozent. MAN stiegen um 2,2 Prozent. Händler wollen beobachtet haben, daß eine Widerstandslinie nicht durchbrochen wurde und der Titel deshalb kurzfristig nach oben ausbrechen konnte.
Zu den größten Dax-Gewinnern zählten auch die Papiere der Hypovereinsbank mit einem Aufschlag von 2,0 Prozent. Ein Händler erklärte das Plus unter anderem mit dem Vorziehen der Veröffentlichung der Quartalszahlen der Münchener Bank auf den kommenden Mittwoch. „Das werten einige wohl als Anzeichen dafür, dass es keine negative Überraschung gibt“, sagte er.
Der Allianz-Konzern hält die Probleme bei seiner Tochter Dresdner Bank nach der Rückkehr zu Gewinnen im vergangenen Jahr für bereinigt. "Es wird hier keine negativen Überraschungen mehr geben", sagte Firmenchef Michael Diekmann in einem Zeitungsinterview. Die Aktie stieg daraufhin um 1,0 Prozent.
ABN Amro legen zu
Im Europa-Index Stoxx 50 legte die Aktie der holländischen Bank ABN Amro um 0,8 Prozent zu. Die Anleger waren offenbar erleichtert, nachdem das Unternehmen in der Übernahmeschlacht um die italienische Bank Antonoveta einen Rückschlag hinnehmen musste.
Nachdem Generali zunächst 0,6 Prozent verloren hatten, ging die Aktie doch noch mit einem Plus von 0,1 Prozent in den Feierabend. Der Chairman des italienischen Versicherungskonzerns, Antoine Bernheim, hatte am Wochenende gesagt, vor einer Übernahme müsse das Unternehmen zunächst die Finanzmärkte anzapfen.
Obwohl die US-Arzneimittelbehörde FDA ein Blutdruckmeßgerät des Schweizer Pharmaunternehmens Roche zum Vertrieb zugelassen hat, gab die Aktie 0,1 Prozent nach.
Dow Jones leicht im Plus
Die US-Börsen sind mit leichten Gewinnen in die neue Woche gegangen. Der Dow Jones verbesserte sich um 0,4 Prozent auf 10.236 Punkte. Der Nasdaq-Composite kletterte um 0,3 Prozent auf 1926 Stellen.
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