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Merken   Drucken   27.02.2009, 17:54 Schriftgröße: AAA

Dax & Stoxx-Schlussbericht: Dax begrenzt den Schaden  

Immerhin die 3800 Punkte zurückerobert: Der Citigroup-Schock und die drastische Revision des US-Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal 2008 haben den Dax in die Knie gezwungen. Die relative Stärke der Wall Street verschaffte ihm wieder etwas Luft. von Thomas Spinnler (Frankfurt)
Der Dax sank um 2,5 % auf 3843 Zähler. Seinen Tiefstand hatte er bei 3765 Punkten erreicht - zeitweise verlor der Leitindex mehr als 4 % und notierte so tief wie zuletzt im September 2004. Auf Wochensicht büßte der Dax 4,3 % ein. Der Stoxx 50 verlor ebenfalls 2,5 %. In Paris gab der CAC 40 um 1,5 % nach, der Londoner FTSE 100 schloss um 2,2 % leichter. Da die Wall Street die Verluste begrenzte, kehrten die europäischen Indizes von ihren Tiefständen wieder zurück.
Gleich zwei Hiobsbotschaften innerhalb von wenigen Minuten waren zuviel für die Nerven der Anleger gewesen: Im vierten Quartal schrumpfte die US-Wirtschaft um annualisiert 6,2% und damit weit stärker als erwartet - das ist der deutlichste Quartalsrückgang seit 1982. Empfanden viele Investoren schon die vorläufigen Zahlen von minus 3,8 % als Schock, so dürften einige von Ihnen nun ergraut sein. "Es gibt einfach keine guten Nachrichten, wir sehen den Dax locker bei 3500 bis 3600 Punkten", beschrieb ein Händler die gedrückte Stimmung.
Zuvor hatte die bereits die Nachricht über den Ausbau des Regierungsanteils an der taumelnden Citigroup  eingeschlagen. Künftig hält der US-Staat als größter Anteilseigner bis zu 36 % an der Bank. Die Aktie brach zeitweise um um 37 % ein. Die Citigroup beichtete zusätzlich enorme Wertberichtigungen von 9,6 Mrd. $ vor Steuern. Anleger befürchten nun, die Nachricht könnte ein Fanal für den Ausbau des Staatsanteils im US-Bankensektor sein.
Zinssenkung als Rettungsanker?
Der bange Blick in die USA ließ europäische Konjunkturdaten völlig in den Hintergrund treten: Die Verbraucherpreise in der Euro-Zone fielen im Januar auf den niedrigsten Stand seit fast zehn Jahren. In Deutschland legten die Verbraucherpreise im Februar zwar erstmals seit einem halben Jahr leicht zu, von einer Trendwende sprachen die Experten jedoch nicht: "Das öffnet das Tor für weitere Zinssenkungen", sagte Alexander Koch, Analyst bei Unicredit. Die meisten Analysten erwarten, dass die EZB den Leitzins am kommenden Donnerstag von 2,0 % auf das Rekordtief von 1,5 % senken wird. Mit billigen Geld sollen Investitionen und Konsum gefördert werden, um die wirtschaftliche Abwärtsspirale zu durchbrechen.

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    % 
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  • FTD.de, 27.02.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
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