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Merken   Drucken   22.12.2009, 17:55 Schriftgröße: AAA

Dax & Stoxx-Schlussbericht: Dax kann Tageshoch nicht halten  

Nicht nur der deutsche Leitindex behauptete sich an einem umsatzschwachen Handelstag: Europas Börsen beenden den Handel mit Gewinnen. Papiere von Infineon reagierten auf eine Prognoseerhöhung des Chipherstellers. von Daniel von Bülow, Frankfurt
Der Dax  gewann bis Handelsschluss 0,3 % auf 5946 Zähler. Zuvor hatte er im Handelsverlauf bei 5982 Punkten ein Jahreshoch markiert. Der Europaindex Stoxx 50  rückte 0,8 % auf 2563 Punkte vor. In London legte der FTSE 100  0,7 % zu. Auch der CAC 40  in Paris wurde 0,7 % fester errechnet.
Damit knüpfte der deutsche Leitindex an die Gewinne des Vortages an. Anleger ließen sich von der Herabstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands nicht beirren. Die Agentur Moody's hatte ihre Einschätzung von A1 auf A2 gesenkt. "Derzeit geht es ohne Umsätze nach oben", sagte ein Händler.
Investoren hatten gemischte Konjunkturdaten aus den USA zu verarbeiten. So stieg die Anzahl der wiederverkauften Häuser für den November von 6,1 Millionen im Vormonat auf 6,54 Millionen. Analysten waren von lediglich 6,25 Millionen Hausverkäufen ausgegangen. Weiter hatte das US-Handelsministerium die Steigerungsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) herabkorrigiert: Aufs Jahr gerechnet ist die größte Volkswirtschaft der Welt im dritten Quartal um 2,2 % gewachsen. Im Oktober war das Ministerium noch von einem Wachstum von 2,8 % ausgegangen.
In Deutschland teilte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit, dass sich die Verbraucherstimmung zum Jahresende weiter abkühlen werde. Hierfür seien besonders die steigenden Energiepreise verantwortlich. Für Januar 2010 sieht die GfK ihren Konsumklimaindex bei 3,3 Zählern, was einen Rückgang von 0,3 Punkten zum Dezember darstellen würde. Experten waren von einem Indexstand von 3,5 Punkten ausgegangen. Damit hat sich das Konsumklima zum dritten Mal in Folge verschlechtert. "Eine wirkliche Enttäuschung machte sich hiermit nicht breit", kommentierten die Experten von der SEB.

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