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Dax rückte um 0,2 % auf 5498 Punkte vor, nachdem er am Nachmittag bereits um mehr als 1 % im Plus gelegen hatte und kurz vor dem Schlussgong mit 0,2 % im Minus lag. Grund für die Gewinne in letzter Minute: Die Bundesregierung bereitet ein Hilfspaket für Griechenland vor. Wie die FTD aus Berliner Koalitionskreisen erfuhr, sind sowohl bilaterale Hilfen als auch ein international abgestimmtes Vorgehen auf EU-Ebene im Gespräch.
Der europäische Auswahlindex
Stoxx 50 trat auf der Stelle. Der Pariser
CAC 40 legte 0,2 % zu, der Londoner
FTSE 100 notierte 0,4 % fester.
Rettungsfantasien, Gewinnmitnahmen und wieder aufkeimende Hoffnungen auf eine Lösung des Griechenland-Problems bestimmten den gesamten Handelstag: Händlern zufolge stützten bereits am Vormittag Spekulationen über stabilisierende Maßnahmen für Griechenland und andere Staaten der Eurozone. Ursache der Gerüchte war die vorzeitige Abreise des EZB-Präsidenten
Jean-Claude Trichet von einem Treffen internationaler Notenbanker in Sydney, um am informellen EU-Gipfel am Donnerstag in Brüssel teilzunehmen. "Der Markt setzt scheinbar darauf, dass es ein Hilfspaket in irgendeiner Form geben wird", sagte ein Händler.
"Die Anleger sind extrem nervös, wenn es um das Befinden der Staaten wie Spanien, Portugal oder Griechenland geht. Es ist das dominierende Thema, deshalb sehen wir diese erratischen Sprünge im Kursverlauf", sagte Matthias Jasper, Leiter des Aktienhandels bei der WGZ-Bank. Belastend habe eine kritische Analyse der Ratingagentur Fitch zu den südeuropäischen Ländern und zu Großbritannien gewirkt.
Christoph Schmidt, Analyst bei N.M.F., weist ferner auf einsetzende Gewinnmitnahmen in den USA als einen ursächlichen Faktor für die Verluste in Europa hin. Der Auslöser für die Erholung kurz vor Handelsschluss sei dann die Meldung gewesen, dass die Entscheidung, Athen zu helfen, praktisch gefallen sei: "Im Grunde genommen besteht Konsens darüber, dass Griechenland geholfen wird – das ist die wichtige Nachricht", kommentierte Schmidt.