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FTD-Serie: Die Ursprünge der Finanzkrise

Sie begann bei einem kalifornischen Hypothekenanbieter und hat inzwischen Märkte in aller Welt erfasst: Die Subprime-Krise um schlecht besicherte US-Immobilienkredite betrifft längst auch andere Branchen. Unter den Opfern sind zunehmend deutsche Unternehmen.
Merken   Drucken   24.09.2008, 22:19 Schriftgröße: AAA

Die Ereignisse der Finanzkrise vom 24. September: McCain unterbricht Wahlkampf wegen Finanzkrise

US-Notenbankpräsident Ben Bernanke zeichnet ein düsteres Bild von der US-Wirtschaft - Grund genug für den republikanischen Präsidentschaftsbewerber John McCain, sich für einen Stopp des Wahlkampfs einzusetzen. FTD.de protokolliert die Folgen der weltweiten Finanzkrise.

21.00 John McCain werde sich bei seinem Widersacher, Barack Obama von den Demokraten, dafür seinsetzen, dass das geplante TV-Duell am Freitag verschoben werde, meldeten Medien am Abend. Die Überwindung der Finanzkrise sei jetzt wichtiger als Wahlkampf, ließ McCain verlauten. Er werde seine Kampagne stoppen. Gleichzeitig plädierte der Republikaner für ein Treffen mit George W. Bush, an dem auch Obama teilnehmen solle. Dabei solle man Lösungen für die Krise erarbeiten.

19.50 Vor dem Hintergrund des anhaltenden Tauziehens um den Rettungsplan für den angeschlagenen Finanzsektor will sich US-Präsident George W. Bush erneut zur Lage der Wirtschaft äußern. Er werde am Mittwochabend (3 Uhr MESZ am Donnerstag) eine Fernsehansprache halten, teilte das Weiße Haus überraschend mit. Bush dürfte erneut auf eine schnelle Verabschiedung des 700 Mrd. $ schweren Rettungspakets drängen, das bei mehreren Anhörungen im Kongress auf scharfe Kritik gestoßen war.

19.00 Die Ölpreise haben am Mittwoch auf die wöchentlichen Öllagerbestände aus den USA mit deutlichen Kursverlusten reagiert, blieben im Tagesverlauf aber im Plus. Sowohl die US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) als auch die Nordseesorte Brent gaben nach den Zahlen um rund 1,50 $ nach. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) WTI zur Auslieferung im November 107,37 $. Das waren 76 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Ein Fass Brent wurde am Abend mit 104,05 $ gehandelt und kostete damit 94 Cent mehr als am Dienstag.

18.10 Der deutsche Aktienmarkt hat uneinheitlich geschlossen. Der Dax verlor 0,26 Prozent auf 6052,87 Zähler. Für den MDax ging es um 0,40 Prozent auf 7395,74 Punkte nach unten. Der TecDax hielt sich dagegen mit 0,75 Prozent auf 740,58 Zähler im Plus. "Der Einstieg von Warren Buffett bei Goldman Sachs ist zwar positiv zu werten", sagte Aktienhändler Stefan Söllner von der Postbank. "Er ändert aber nichts an der unsicheren Lage."

17.03 Die Europäische Union wird wegen der Finanzkrise nach Worten von EU-Wirtschaftskommissar Joaquin Almunia erneut über gesetzliche Änderungen nachdenken. Es müsse untersucht werden, was die Finanzkrise an zusätzlichen Problemen ans Tageslicht befördert habe. "Wir werden weiter diskutieren, was noch getan werden muss, um die Finanzstabilität besser zu sichern und die Ursachen der Krise zu beheben", sagte Almunia am Mittwoch im Europäischen Parlament in Brüssel. Die EU hatte kurz nach Ausbruch der Krise im vergangenen Jahr die Banken- und Finanzaufsicht auf den Prüfstand gestellt. In Kürze wird die Kommission Gesetzentwürfe zur Beaufsichtigung von Rating-Agenturen und eine Verschärfung der Eigenkapitalpflichten der Banken vorlegen.

Der Eingang der Goldman Sachs Zentrale in New York   Der Eingang der Goldman Sachs Zentrale in New York

16.48 Die US-Bank Goldman Sachs hat nach dem Einstieg des Milliardärs Warren Buffett weitere Aktien im Wert von fünf Mrd. $ verkauft. Damit warf das Geldhaus doppelt so viele Stammaktien auf den Markt wie am Dienstag ursprünglich angekündigt. Insgesamt seien 40,65 Millionen Stammaktien veräußert worden, teilte Goldman mit. Wer die Papiere kaufte, blieb zunächst unklar. Goldman habe mit dem Verkauf brutto rund 5 Mrd. $ erlöst. Darüber hinaus biete Goldman eine Mehrzuteilungsoption von 6,1 Millionen Aktien. Die Goldman-Aktie rückte im frühen US-Börsenhandel um zwei Prozent auf 127,54 Dollar vor.

16.36 US-Notenbankpräsident Ben Bernanke hat die Öffentlichkeit am Mittwoch auf eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums aufgrund der Finanzkrise eingestimmt. Vor dem gemeinsamen Wirtschaftsausschuss des Kongresses sagte Bernanke, die Verstärkung der finanziellen Belastungen in den vergangenen Wochen "könnte eine wesentliche Bremswirkung auf das Wachstum bewirken". Die Kreditwirtschaft sei nun sehr viel vorsichtiger geworden, Kredite für Unternehmen wie Privathaushalte zu vergeben. "Die Abwärtsrisiken im wirtschaftlichen Ausblick bleiben für uns eine erhebliche Sorge."

Weiter 16:22 bis 14.25

  • FTD.de, 24.09.2008
    © 2008 Financial Times Deutschland
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