Sie begann bei einem kalifornischen Hypothekenanbieter und hat inzwischen Märkte in aller Welt erfasst: Die Subprime-Krise um schlecht besicherte US-Immobilienkredite betrifft längst auch andere Branchen. Unter den Opfern sind zunehmend deutsche Unternehmen.
Artikel-Sammlungen im Überblick:
22.19 Das US-Repräsentantenhaus hat nach dem überraschenden Scheitern des Rettungspaketes für die Finanzmärkte und dem dadurch verursachten Schock am Aktienmarkt für Donnerstag eine neue Sitzung einberufen.
22.16 Der Dow-Jones -Index der Standardwerte verzeichnet den größten Tagesverlust aller Zeiten. Der Leitindex fiel knapp sieben Prozent auf 10.365 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 8,8 Prozent auf 1106 Zähler. Der Index der Technologie-Börse Nasdaq stürzte um 9,1 Prozent auf 1983 Punkte, sein größter prozentualer Tagesverlust seit April 2000.
22.08 US-Präsident George W. Bush hat sein Bedauern über das Scheitern des US-Rettungspakets im Abgeordnetenhaus ausgedrückt. Für die Behebung großer Probleme seien jedoch große Pläne nötig.
21.32 Trotz der Ablehnung des Rettungsplanes zeigt sich der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama zuversichtlich. Der Kongress werde einen Ausweg aus der Krise finden, "aber es wird schwierig werden", sagte der Senator. Sein republikanischer Kontrahent John McCain äußerte sich zunächst nicht zu dem überraschenden Ausgang der Abstimmung im Repräsentantenhaus.
21.01 Nach dem Scheitern des US-Rettungspakets sinkt der S&P-Index um 7,2 Prozent - dies ist der größte Einbruch des Indizes seit 1987. Zudem bringt die Finanzkrise auf breiter Front die Rohstoffpreise unter Druck. Allen voran brach der Ölpreis um acht Prozent auf 98,15 $ je Fass US-Leichtöl (159 Liter) der Sorte WTI ein. Börsianer fürchten, dass die Konjunktur weltweit stärker als erwartet ins Stocken geraten und dies die Nachfrage nach Öl sowie den meisten Industriemetallen wie Kupfer, Blei oder Aluminium mindern wird. Lediglich der Goldpreis konnte sich gegen die Talfahrt stemmen. Der Preis verharrt leicht über dem Freitags-Schlusskurs von 883,25 $.
20:30 Nach dem Scheitern des Rettungspakets der US-Regierung brachen die Kurse von Morgan Stanley und Goldman Sachs ín New York ein, Morgan Stanley verlor 19 Prozent, Goldman 24 Prozent. Der Dow fiel zeitweise um über 700 Punkte und notierte zuletzt über 450 Zähler im Minus.
20:15 Das umstrittene 700-Mrd.-$-Paket zur Rettung der Finanzmärkte ist bei der Abstimmung im Repräsentantenhaus gescheitert. Trotz aller Appelle von US-Präsident George W. Bush und führenden Politikern beider Parteien gab es keine Mehrheit für das Programm, mit dem das Chaos an den Finanzmärkten eingedämmt werden sollte.
19.47 Der Dow-Jones-Index bricht um über 700 Punkte ein. Grund sind Sorgen der Anleger, das 700 Mrd. $ schwere Paket zur Rettung der der Finanzmärkte könnte scheitern. In Washington hat unterdessen die Abstimmung im Repräsentantenhaus über den zwischen Regierung und Kongress ausgehandelten Kompromiss begonnen.
18.53 Die Finanzinvestoren Bain Capital und Hellman & Friedman kaufen die Vermögensverwaltungstochter Neuberger Berman der insolventen US-Investmentbank Lehman Brothers. Bei dem Bar-Geschäft werde Neuberger Berman mit 2,15 Mrd. $ bewertet, teilte Bain Capital am Montag mit. Der Vermögensverwalter werde den größten Teil eines neu zu gründenden Investmentmanagement-Konzerns darstellen. Darin sollen Unternehmen gebündelt werden. In dem neuen Unternehmen seien Bain Capital und Hellman & Friedman Partner zu gleichen Teilen beteiligt, hieß es. Das Geschäft werde voraussichtlich Anfang 2009 über die Bühne gehen.
18.10 Im Zuge der Überprüfung von Fannie Mae und Freddie Mac haben die US-Justizbehörden offiziell Dokumente von den beiden Hypothekenfinanzierern angefordert. Die mittlerweile verstaatlichten Unternehmen teilten mit, das Büro des Bundesanwalts im südlichen Bezirk von New York verlange Papiere zu Buchführung, Angabepflichten und Corporate Governance seit Januar 2007. Auch die Börsenaufsicht SEC habe im Zuge ihrer Ermittlungen die Unternehmen aufgefordert, die Dokumente aufzubewahren. Fannie Mae und Freddie Mac kündigten an, mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Gegen die Unternehmen ermittelt wegen Verdachts auf Betrug mittlerweile auch das FBI.
18.02 Die Banken haben sich auch nach der Ankündigung weiterer Geldspritzen durch die Zentralbanken am Montag kein Geld untereinander leihen wollen. "Es geht kaum etwas um", sagte ein Händler. Die Sätze für Tagesgeld reichten von 3,25 Prozent bis 3,50 Prozent, sofern überhaupt etwas umgehe. "Die meisten Banken sitzen aber weiter auf ihrem Geldberg. Sie trauen einander nicht und geben ihr Geld zu einem schlechteren Satz lieber der EZB als einer anderen Bank", sagte ein Händler.
Weiter: 17.48 Uhr bis 17.02 Uhr