Zum Wochenbeginn rechnen Händler deshalb damit, dass der Preis für eine Unze weiterhin in der Spanne zwischen 420,75 $ und 429,50 $ verharrt. In der vergangenen Handelswoche folgte der Goldpreis zunächst dem Euro-Kurs aufwärts. Auslöser war die Veröffentlichung des US-Handelsbilanzdefizits, das erstmals rund 61,5 Mrd. $ erreichte. In den folgenden Tagen nahmen aber insbesondere US-Hedge-Fonds den einsetzenden Preisverfall bei anderen Rohstoffe wie Kupfer und Öl zum Anlass, Gewinne mitzunehmen. Das drückte Gold am Donnerstag bis auf das Wochentief bei 421,50 $. Auf diesem Niveau setzten neue Käufe ein.
Mit Platin verlief der Handel dagegen ruhiger. Eine Feinunze kostete zwischen 854 $ und 865 $. Gold Fields Mineral Services, ein englisches Analysehaus, erwartet wegen steigender Produktion und nachlassender Nachfrage aus China für 2005 einen Platin-Überschuss. Die Analysten schließen im Laufe des Jahres dennoch einen Anstieg des Unzenpreises bis auf 1000 $ nicht aus. Sie begründen dies damit, dass sie mit einer Fortsetzung der Dollar-Schwäche rechnen.
Wolfgang Wrzesniok-Roßbach ist Produktmanager Edelmetalle/Rohstoffe bei Dresdner Kleinwort Wasserstein.