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  FTD-Serie: Die Ursprünge der Finanzkrise

Sie begann bei einem kalifornischen Hypothekenanbieter und hat inzwischen Märkte in aller Welt erfasst: Die Subprime-Krise um schlecht besicherte US-Immobilienkredite betrifft längst auch andere Branchen. Unter den Opfern sind zunehmend deutsche Unternehmen.

Merken   Drucken   06.09.2007, 16:05 Schriftgröße: AAA

EZB verschiebt Zinserhöhung  

Die Europäische Zentralbank (EZB) lässt den wichtigsten Leitzins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld bei 4,0 Prozent. Sie betonte aber, dass die Inflationsrisiken fortbestünden. Mit einem Schnelltender pumpte sie 42,25 Mrd. Euro in den Markt. von Tobias Bayer (Frankfurt)
Wegen der unklaren Auswirkungen der Börsenturbulenzen auf die Konjunktur sei der Leitzins bei vier Prozent belassen worden, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet am Donnerstag. Die Entscheidung im EZB-Rat sei einstimmig gefallen. "Angesichts der hohen Unsicherheit ist es angemessen, weitere Informationen und Daten abzuwarten", sagte Trichet. Die Währungshüter rückten damit von ihrem Kurs ab, die Ende 2005 begonnene schrittweise Erhöhung der Leitzinsen fortzusetzen.
Trichet gab keinen klaren Hinweis, ob der Zinsschritt nachgeholt wird. "Wir werden alle Entwicklungen sehr genau beobachten", sagte der Notenbankchef. Das aktuelle Zinsniveau stimuliere noch immer das Wirtschaftswachstum. Gleichzeitig bestünden die Risiken für die Preisstabilität fort. Trichet verzichtete aber auf die Formulierung "große Wachsamkeit" in Bezug auf die Preisentwicklung, mit der die EZB in der Regel bevorstehende Zinserhöhungen signalisiert.
Die Marktteilnehmer werteten Trichets Stellungnahme dennoch als Beleg dafür, dass mit einer Zinserhöhung bald zu rechnen ist. Der Euro legte auf 1,3679 $ zu, die Rendite zweijähriger Euro-Staatsanleihen stieg um zwei Basispunkte auf 4,02 Prozent.
Neben der EZB beließ auch die die Bank of England (BoE) den Leitzins unverändert bei 5,75 Prozent. Die BoE kündigte an, die Entwicklung an den Märkten weiterhin eng zu begleiten. Es sei noch zu früh, um den Einfluss der Finanzmarkt-Turbulenzen auf Firmen und Verbraucher zu beurteilen. Der Preisdruck gebe weiterhin Anlass zur Sorge. Die Aktienkurse an den europäischen Börsen gaben nach dem Zinsentscheid deutlich nach.

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  • FTD.de, 06.09.2007
    © 2007 Financial Times Deutschland,
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