Der Handel mit virtuellen Gütern bringt dem Betreiber von Browserspielen viel Geld. Bald könnte er auch an der Börse mitmischen. Erst sollte Zynga Ende November den Gang wagen, jetzt ist ein Termin vor Jahresende im Gespräch.
Der Anbieter von Onlinespielen Zynga, der unter anderem das populäre Facebook-Game "Farmville" betreibt, könnte noch vor Jahresende seinen Börsengang über die Bühne bringen. Zynga wolle kommende Woche die sogenannte Roadshow starten, mit der bei Investoren für die Aktien geworben wird, berichteten unter anderem die "New York Times" und die Finanznachrichtenagentur Bloomberg in der Nacht zum Mittwoch.
Zynga-Mitarbeiter in San Francisco
Damit würde demnächst auch bekannt, wie viel Geld Zynga mit dem Gang an die Börse einstreichen will. Bei der Ankündigung im Sommer ging es um 1 Mrd. Dollar, den Firmenwert wollte Zynga laut damaligen Medienberichten bei 15 bis 20 Mrd. Dollar ansetzen.
Spiele wie "Farmville", "Cityville" oder "Mafia Wars" bringen Zynga unter anderem dank Facebook als Plattform eine riesige Kundschaft von mehr als 220 Millionen Teilnehmern pro Monat. In den ersten neun Monaten 2011 verdiente die Firma aus San Francisco rund 30 Mio. Dollar bei Umsätzen von rund 830 Mio. Dollar. Das Geld kommt vor allem aus dem Verkauf virtueller Güter in den Spielen - etwa Traktoren für "Farmville"-Äcker.
Der "New York Times" zufolge ist Zynga auf Kurs für einen Börsengang Mitte Dezember. In früheren Berichten war von einem IPO bereits Ende November die Rede. Es wäre auch ein Test für den im kommenden Jahr erwarteten Börsengang von Facebook. Das weltgrößte Onlinenetzwerk mit seinen mehr als 800 Millionen Mitgliedern erwägt nach Informationen des "Wall Street Journal" einen Börsengang im zweiten Quartal 2012.
In diesem Jahr hatten Anleger mit Aktienplatzierungen von Internetunternehmen bisher wenig Freude: Die Kurse gingen zwar zunächst steil nach oben, fielen dann jedoch in vielen Fällen sogar unter den Ausgabepreis.
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