Relativ unbeschadet durch die Krise gekommen ist die Saft Group. Schließlich kann sich der Hersteller von Hightechbatterien auf Aufträge vom Militär und aus der Raumfahrt verlassen. Neben dem Hybrid- und Industriegeschäft setzen die Franzosen auf Lösungen, um den aus Solar- oder Windenergie gewonnenen Ökostrom zu speichern. 2009 dürften die Umsatzerlöse um sieben bis zehn Prozent sinken, wobei der Ergebnisrückgang etwas moderater ausfallen sollte. Verglichen mit dem US-Batteriehersteller A123 Systems, der kürzlich den Sprung an die Technologiebörse Nasdaq gewagt hat, ist die Saft Group günstig bewertet.
Neun Millionen Elektrofahrzeuge bis zum Jahr 2025 - ein ambitioniertes Ziel, das BYD aus China anstrebt. Die Vorgabe ist umso erstaunlicher, als das Unternehmen eigentlich Akkus und Bauteile für die IT-Industrie fertigt und erst 2003 über einen Zukauf in das konventionelle Autogeschäft eingestiegen ist. Nun soll das Segment Hybrid- und Elektrofahrzeuge sukzessive ausgebaut werden. 2010 kommt der fünfsitzige BYD e6 - ein reines Elektromobil - in den USA auf den Markt, 2011 dürfte er auch bei europäischen Händlern stehen. Derzeit profitiert BYD vom stürmischen Wachstum des chinesischen Automarkts. Im ersten Halbjahr verbuchte das Unternehmen einen Gewinnsprung von satten 72 Prozent. Noch rasanter ging es mit der Aktie aufwärts. Seit US-Investor Warren Buffett im Herbst 2008 mit zehn Prozent eingestiegen ist, hat sich der Kurs in der Spitze verzehnfacht.
Beim Thema Umweltdienste hat sich der französische Wasser- und Entsorgungsspezialist Suez Environnement einen Namen gemacht. Immer strengere Ökoauflagen führen in Europa, wo der Konzern rund 80 Prozent seiner Erlöse erwirtschaftet, zu steigenden Preisen für Wasser und Müllabfuhr. Zwar muss die Entsorgungssparte mit ihren Sortier- und Recyclingaktivitäten konjunkturbedingt Einbußen hinnehmen. Doch die Preise für Sekundärrohstoffe haben sich gefangen, und das Management hat einen Großteil der angekündigten Kosteneinsparungen umgesetzt. Umsatz und operativer Gewinn dürften im Gesamtjahr allenfalls im unteren einstelligen Bereich sinken, für 2010 sind moderate Zuwächse zu erwarten. Die stabile Geschäftsentwicklung und eine Dividende von 0,65 Euro machen den Titel für defensive Anleger interessant.