Bei den Anlegern kam die Strategie aber an: Selbst während der Kreditkrise - auch im August - sammelte die Branche Milliarden ein. Das insgesamt von Hedge-Fonds verwaltete Vermögen stieg bis Ende September auf 1810 Mrd. $.
Die Zuversicht der Investoren zeigte sich auch beim weltgrößten Hedge-Fonds-Anbieter
Man Group . Das Londoner Unternehmen steigerte das verwaltete Vermögen per Ende September auf 68,6 Mrd. $. Inzwischen sei das Volumen bereits über 70 Mrd. $ geklettert, sagte Man-Chef Peter Clarke am Donnerstag zur Vorstellung der Halbjahreszahlen. "Die weitere gute Rendite hat im Oktober deutliche Gebühreneinnahmen gebracht, und die Vertriebsaussichten bleiben positiv." Der börsennotierte Hedge-Fonds-Manager erzielte einen Gewinn von 672 Mio. $, fast 100 Mio. $ mehr als im Vorjahreszeitraum, und übertraf damit die Prognosen. Durch den Börsengang der Brokersparte Ende Juli verdiente Man 1,75 Mrd. $.
Die Aktien von Man fielen wie viele Finanztitel an der stark bewegten Londoner Börse dennoch um 0,8 Prozent auf 554,5 Pence. "Der Tenor war positiv. Aber das war kein guter Tag, selbst um mit vernünftigen Zahlen zu kommen", sagte Andrew Mitchell, Analyst des Finanzhauses Fox-Pitt Kelton. Einige Anleger könnten zudem durch vage Aussagen zu bereits angekündigten Aktienrückkäufen enttäuscht worden sein, so Mitchell.