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Merken   Drucken   12.05.2009, 14:27 Schriftgröße: AAA

Hoffnung auf Wendepunkt: EZB und Fed erwarten Ende der Rezession  

Die Wirtschaft im Aufwind, die Banken gerettet: EZB-Präsident Trichet und Fed-Chef Bernanke sehen Licht am Ende des Tunnels. Gerade die Aussagen des Franzosen sind bemerkenswert, da er eher als Pessimist gilt.
Notenbanker sprechen erstmals von einer Trendwende der Weltkonjunktur. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet nährt wenige Tage nach der jüngsten Zinssenkung der Europäischen Zentralbank Hoffnung auf ein baldiges Ende der globalen Rezession.
Zwar befinde sich die Weltwirtschaft noch in schwierigem Fahrwasser, eine Trendwende in der Krise sei aber nicht mehr weit, sagte Trichet am Montag nach einem Treffen der führenden Notenbanker der Welt bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel. "Die Weltwirtschaft befindet sich in der Nähe des Wendepunkts, einige Länder haben diesen bereits überschritten." Zudem gebe es inzwischen auch ermutigende Meldungen im Finanzsektor, sagte Trichet.
Ebenfalls optimistisch äußerte sich US-Notenbankpräsident Ben Bernanke. In einer Rede am Dienstag sagte er mit Blick auf die Ergebnisse des Bankenstresstests: "Die ersten Indikationen sind ermutigend. Jede der zehn Banken machte deutlich, bis zur Frist am 9. November über genügend Kapitalpuffer zu verfügen." Bernanke fügte an: "Zahlreiche Banken liegen gut im Zeitplan bei der Aufnahme privaten Kapitals, einige von ihnen kündigten Aktienemissionen an. Ebenfalls ermutigend ist, dass mehrere Institute nicht staats-garantierte Anleihen begeben wollen." In einer Überprüfung der Bilanzen der 19 größten Banken des Landes hatten die amerikanischen Behörden eine Kapitallücke von 75 Mrd. $ festgestellt. Den größten Bedarf hat mit knapp 34 Mrd. $ die Bank of America.

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