FTD.de » Finanzen » Aktien + Märkte » Marktberichte Aktien » Fannie und Freddie - der Chinese redet mit

Merken   Drucken   18.07.2008, 10:47 Schriftgröße: AAA

Hypothekenkrise: Fannie und Freddie - der Chinese redet mit  

Die USA haben ein milliardenschweres Rettungspaket für die Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac geschnürt. Das mag auch damit zu tun haben, dass China massiv finanziell engagiert ist. Freddie Mac will jetzt angeblich 10 Mrd. $ aufnehmen. von Tobias Bayer (Frankfurt)
Wenn eine Bank mit Hilfe der Regierung gerettet wird, wird gerne das Argument "Too big to fail" angeführt. Das bedeutet: Das angeschlagene Kreditinstitut ist zu groß, um pleite gehen zu dürfen. Bei den quasi-öffentlichen Hypothekenfinanzierern Fannie Mae  und Freddie Mac  ist das angesichts von Verbindlichkeiten von mehr als 5000 Mrd. $ sicherlich der Fall. Doch ein weiterer Aspekt rückt zunehmend in den Fokus: Sind Fannie und Freddie nicht auch "Too Foreign to fail"?
Denn die Wertpapiere der beiden Hypothekenfinanzierer befinden sich nicht nur im Portfolio von amerikanischen Banken und Fonds, sondern sie lagern auch in den Tresoren ausländischer Zentralbanken. Brad Setser, Professor in Oxford und Fellow am Think-Tank Council on Foreign Relations, schätzt, dass das auf mindestens ein Fünftel der Papiere von Government Sponsored Enterprises (GSEs) wie Fannie Mae und Freddie Mac zutrifft.
China spiele dabei eine herausragende Rolle: "Ich würde sagen, dass die Chinesen 500 bis 600 Mrd. $ der Papiere halten. Das entspräche zehn Prozent des Emissionsvolumens", sagt Setser. Das habe Konsequenzen: "Ich könnte mir auf jeden Fall vorstellen, dass der chinesische Vize-Premier bei (US-Finanzminister Henry) Paulson anruft und sich über die Details des Rettungsplans informieren lässt."
Das Ausmaß des ausländischen Engagements bei den Hypothekenfinanzierern wirft ein Schlaglicht auf die Abhängigkeit der Vereinigten Staaten von finanziellen Zuflüssen aus Asien. Kontrovers wird in der Öffentlichkeit nur der Einsteig von Staatsfonds bei Banken und Vermögensverwaltern diskutiert. Prominente Fälle sind Blackstone , Merrill Lynch  und Citigroup . Über die GSEs wird selten gesprochen.
  • FTD.de, 18.07.2008
    © 2008 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  

Newsletter:   Eilmeldungen Finanzen

Wenn die Deutsche Bank durch einen Stresstest fällt, erfahren Sie es zuerst in unserem Finanznewsletter.

Beispiel   |   Datenschutz
markets - Das Finanzinformationsportal
  DAX 6692,96  [-95.84 -1,41%
  Euro Stoxx 50 2480,76  [-41.58 -1,65%
  Dow Jones 12801,23  [-89.23 -0,69%
  Nasdaq Composite 2903,88  [-23.35 -0,80%
  Euro 1,3194 USD  [0 0,00%
  Brent-Öl 116,68 USD  [-0.84 -0,71%
Tweets von FTD.de Finanz-News

Weitere Tweets von FTD.de

Immobilien-Kompass
Partnerangebot Immobilien suchen in ...
 



AKTIEN + MÄRKTE

mehr Aktien + Märkte

DERIVATE

mehr Derivate

INVESTMENTFONDS

mehr Investmentfonds

IMMOBILIEN

mehr Immobilien

ALTERNATIVE ANLAGEN

mehr Alternative Anlagen

FINANZCHECK

mehr Finanzcheck

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote