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Merken   Drucken   19.12.2007, 11:28 Schriftgröße: AAA

IWF-Chef spielt Rezessionsgefahr herunter  

Die Finanzmärkte durchlaufen nach Ansicht von IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn derzeit keine schwere Krise, sondern befinden sich lediglich in Turbulenzen. Die Notenbanken hätten bislang angemessen auf die Kreditklemme reagiert.
Optimistischer Ausblick: IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn sieht ...   Optimistischer Ausblick: IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn sieht keine Rezession heraufziehen
Das sagte Strauss-Kahn der italienischen Zeitung "Il Sole 24 Ore" vom Mittwoch. Zwar habe es in den vergangenen Wochen immer wieder Auf- und Abschwünge gegeben, weil die Märkte wohl weitere Maßnahmen von den Zentralbanken erwartet hätten. "Doch bis jetzt ist die Krise gut gemanagt worden", sagte der Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF). Die US-Wirtschaft wird nach Ansicht von Strauss-Kahn wegen der Kreditmarktkrise weniger wachsen und dabei auch die Konjunktur in Europa im kommenden Jahr drosseln. Für die Weltwirtschaft sei ebenfalls mit einer Abkühlung zu rechnen, nicht aber mit einer Rezession.
Mit seinen Kommentaren schürt Strauss-Kahn die Hoffnung, dass das starke Wachstum der vergangenen Jahre durchaus noch länger anhält. Zwischen 2004 und 2006 ist die globale Wirtschaft im Schnitt um 5,2 Prozent gewachsen - so stark wie seit den frühen 70er-Jahren nicht mehr. In diesem Jahr dürfte das Wachstum laut Schätzungen bei fünf Prozent liegen. Die durch die Krise am US-Hypothekenmarkt ausgelösten Finanzmarktunruhen hatten zuletzt Sorgen verstärkt, die Boomphase der vergangenen Jahre könnte zu Ende gehen.

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  • FTD.de, 19.12.2007
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