FTD-Kolumnisten kommentieren aktuelle Trends und Ereignisse.
Teil 2: Achtung bei jahrelangen Dauerbrennern
Stichwort: Börsen abschaffen
Was hat Buffet gemacht? Er hat ein Unternehmen gekauft, und dann für sich die Dividende des Unternehmens erhöht? Hat er das Unternehmen nun gekauft oder nur die Akteinmehrheit? Unterstellt, die Erhöhung sei der ganze Gewinn des Unternehmens gewesen, dann hat er dem Unternehmen doch jede Möglichkeit genommen handlungsfähig zu sein. Trifft hier der Begriff "looting" zu? Wenn ihm das Unternehmen jetzt ganz oder tw. "gehört", was haben die Anleger von dem gestiegenen Aktienkurs, wegen der Dividende, davon? Sie zahlen mehr Geld, wie vorher, nur weil sich die Dividende erhöht hat, obwohl das Unternehmen sich aber überhaupt nicht verändert hat. Es hat keine neues, verkaufsfähiges Produkt auf den Markt gebracht, es hat keine patentierbare Erfindung gegeben, es sind nicht mehr Produkte verkauft worden usw.. Ist ein Unternehmen dann profitabel, wenn sich der Kurs geändert hat?
Steigt jetzt der Kurs der Aktie an der Börse, dann wird doch, mit dem Gebimmel der Schlußglocke, der Börsenwert des Unternehmens gesteigert. Hat jetzt diese Kurssteigerung einen Einfluß auf das dem zufließende Kapital oder nicht? Wohl kaum, denn das Unternehmen erhält durch diese Kennziffer keinen Cent an neuem Kapital um realwirtschaftlich "profitabel" sein zu können. Kursänderungen vernichten auch kein Kapital. Was glauben aber Alle? Mit dem veröffentlichten Kurs könnten jetzt alle Aktien dieses Unternehmens zu diesem Kurs veräußert werden. Deshalb ist dieses Unternehmen jetzt soviel "Mehr"wert! Wann wird der Schlußkurs realisiert? Dann, wenn alle Verkäufer von allen Käufern, ohne Zeitverzögerung, den Kaufpreis für alle Aktein bezahlt bekommen. Wie realistisch ist diese Annahme? Wenn dieses Ereignis, Rrealisierung der Kurssteigerung durch Verkauf, nicht eintritt, dann liegt doch Selbstbetrug über den Wert des Unternehmens vor, oder irre ich mich?
Was treiben die bloß an der Börse?