Aktien brachen an der Börse in Shanghai besonders stark ein
Die japanische Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 3,7 Prozent - von Reuters befragte Experten hatten im Durchschnitt mit einem Plus von 3,9 Prozent gerechnet. Am vergangenen Freitag hatten bereits die Daten zum Verbrauchervertrauen Hoffnungen auf eine Erholung gedämpft - das Vertrauen der für die US-Konjunktur immens wichtigen Konsumenten ging im August zurück, nachdem ein Anstieg erwartet worden war.
Hinzu kamen Daten aus China: Dort sind die ausländischen Investitionen im Juli binnen Jahresfrist um 35,7 Prozent auf 5,36 Mrd. $ gesunken, teilte das chinesische Handelsministerium in Peking am Montag mit. Der Rückgang im zehnten Monat in Folge war deutlich größer als im Juni (6,8 Prozent). Er verdeutlicht die Zurückhaltung international aktiver Unternehmen, in der Krise neue Investitionen zu tätigen.
Von Januar bis Juli investierten die Ausländer im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 20,3 Prozent weniger Geld. Trotz des massiven Rückgangs bleibt China vor den USA, Russland und Brasilien der weltweit größte Empfänger ausländischer Investitionen.
Auch schwache Ergebnisse und pessimistische Prognosen von Unternehmen belasteten die Börsenkurs, etwa vom chinesischen Versicherer Ping An und dem Konzern Yunnan Copper Industry. Letzterer warnte, es gebe "keine klaren Zeichen" für eine Erholung.
Sorge um Überhitzung in China
Der Shanghai Composite Index schloss 5,8 Prozent im Minus bei 2.870,63 Punkten - es war der größte Tagesverlust seit neun Monaten. Der Hang Seng fiel um 3,6 Prozent und lag zum Schluss bei 20.137,65 Punkten. In China hatten sich zuletzt Anzeichen für eine Überhitzung gemehrt: Die Rally mit einem Plus von über 90 Prozent in diesem Jahr ging unter anderem auf eine drastisch erhöhte Kreditvergabe durch die Banken zurück, die in der ersten Jahreshälfte 7370 Mrd. Renminbi (760 Mrd. Euro) an neuen Darlehen ausgereicht hatten - drei Mal so viel wie im Vorjahreszeitraum.