Der MDax schloss mit einem Minus von 0,4 % bei 8482 Punkten, der TecDax verlor 0,4 % und notierte bei 779 Zählern.
Wie die Leitindizes konnten auch die Nebenwerte im Handelsverlauf Boden gut machen. Der Grund für die Erholung waren stark fallende Rohstoffpreise. Auch am Dienstag verbilligte sich Rohöl weiter: Händler zahlten für ein Fass (159 Liter) der US-Leichtölsorte WTI zeitweise weniger als 113 $. Vor rund einem Monat lag der Preis noch gut 30 $ höher.
Im MDax lagen die Aktien von Celesio mit einem Plus von 11,1 % an der Spitze. Trotz eines Gewinneinbruches um 43 Prozent auf 123,5 Mio. Euro legten die Papiere des Pharmahändlers nach anfänglichen Verlusten kräftig zu. Die Analysten teilten den Optimismus des Unternehmens, das Ende des Jahres deutlich bessere Zahlen vorlegen will.
Zu den Gewinnern gehörte zudem die Aktie der Aareal Bank , die um 1,1 % zulegte. Trotz rückläufiger Geschäftszahlen musste der Immobilienfinanzierer im Gegensatz zu vielen Konkurrenten keine neuen Abschreibungen auf Wertpapiere vornehmen. Ebenfalls 1,1 % teurer schloss die Aktie des Bauunternehmens Bilfinger & Berger . Die am Dienstag vorgelegten Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten und verliehen dem Papier Auftrieb.
Sinkende Rohstoffpreise trieben die Anleger hingegen aus Papieren von K+S , die Aktie verlor bis Börsenschluss 3,8 %. Vor allem unter den rückläufigen Kupferpreisen litt das Papier der Norddeutschen Affinerie , das 5,3 % im Minus schloss.
Im TecDax lagen die Papiere des Softwareherstellers IDS Scheer mit einem Plus von 4,7 % an der Spitze. Positiv reagierten die Anleger auf eine Meldung des Solarunternehmens Solarworld , auf weitere Rohstoffmengen in Asien zugreifen zu können. Das Papier stieg um 0,4 %.
Zu den Verlierern gehörte die Aktie von QSC , die um 2,6 Prozent nachgab. Am Vortag hatte sie aufgrund guter Quartalszahlen 4,6 Prozent zugelegt. Ebenfalls in der Verlustzone war die Aktie von Freenet . Das Papier des Mobilfunk- und Internetanbieters gab um 3,5 Prozent nach, als bekannt wurde, dass Freenet-Chef Eckhard Spoerr illegaler Wertpapiergeschäfte bezichtigt wird.