Der MDax büßte 1,5 % auf 5465 Punkte ein. Der TecDax sank um 0,2 % auf 611 Zähler. Der deutsche Leitindex gab um 1,2 % nach.
Schwache US-Konjunkturdaten nährten bei den Anlegern die Befürchtung, dass die wirtschaftliche Erholung länger als gedacht auf sich warten lassen könnte: Die Zahlen zum US-Verbrauchervertrauen ließen keine optimistische Interpretation zu. Der Index der Universität Michigan fiel von 70,8 Zählern im Vormonat auf 64,6 Punkte - der tiefste Stand seit März. Volkswirte hatten lediglich mit einem leichten Rückgang auf 70,5 Punkten gerechnet.
Bei den Technologiewerten notierte Aixtron mit plus 3,3 % bei 9,99 Euro weit vorn. Analysten von Goldman Sachs erhöhten das Kursziel von 8,50 auf 11 Euro.
Infineon verteuerte sich um 5,4 % und belegte die TecDax-Spitze. Der Chiphersteller ruft in seiner Kapitalnot einen aggressiven Private-Equity-Fonds zu Hilfe. Nach FTD-Informationen hat der Aufsichtsrat des Münchner Konzerns eine Kapitalerhöhung von rund 700 Mio. Euro beschlossen. Die soll der Finanzinvestor Apollo garantieren.
Qiagen gab hingegen 3,4 % nach. Die UBS stufte das Papier von "Kaufen" auf "Neutral" herunter.
Bei den mittelgroßen Titeln büßte TUI 5,4 % auf 3,9 Euro ein. Goldman Sachs senkte sein Kursziel von 7,70 auf 4,60 Euro. Sollte Hapag Lloyd keine angemessene Finanzierung sicherstellen, wäre das negativ, schreiben die Analysten. Durch den Einbruch des Welthandels sei die Container-Reederei ins Schlingern geraten. Goldman Sachs stufte TUI daher von "Kaufen"auf "Neutral" herunter.
An der dünn besetzten Spitze standen die Aktien von Celesio . Sie rückten um 10,2 % vor nachdem bekannt geworden war, dass der Einstieg beim brasilianischen Pharmagroßhändler Panpharma billiger wird als gedacht: Branchenkreisen zufolge zahlt Celesio weniger als 150 Mio. Euro, zuvor war mit 200 Mio. Euro gerechnet worden.