Branchenkenner im Silicon Valley werten private Handelsplattformen als wichtiges Sprungbrett für Unternehmen, die noch nicht reif sind für die Wall Street. Diese Plattformen geben Startups mehr Zeit zu wachsen und nehmen den Druck, das junge Unternehmen verkaufen zu müssen. Gleichzeitig bieten sie den Anlegern mehr Gelegenheiten, da die Zahl der Börsengänge in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist.
Sharespost und Secondmarket sind die beiden größten Unternehmen, die derlei Transaktionen ermöglichen. Seit Handelsbeginn im Jahr 2009 hat das Volumen stark zugenommen. Sharespost teilte mit, die durchschnittliche Transaktionsgröße sei von 100.000 Dollar im Jahr 2010 auf 1 Mio. Dollar 2011 angewachsen. Secondmarkets gibt an, dass das gesamte Handelsvolumen der Plattform von 360 Mio. Dollar 2010 auf 558 Mio. Dollar 2011 gestiegen ist.
Diese Marktplätze wurden größtenteils für Facebook geschaffen und waren die Reaktion darauf, dass ehemalige Mitarbeiter des Netzwerks ihre Aktien loswerden, aber nicht auf den Börsengang warten wollten. "Sie waren die Pioniere, wahrscheinlich unfreiwillig", sagt Greg Brogger, Gründer von Sharespost. "Sie waren gezwungen, den Weg zu ebnen."
Die neuen Handelsplattformen zwangen Facebook allerdings auch dazu, sich mit einer Reihe von Problemen auseinandersetzen: beispielsweise Bedenken wegen möglichen Insiderhandels, Offenlegung von Informationen über das Unternehmen oder die Anzahl der Aktionäre, da nicht börsennotierte Unternehmen maximal 500 Aktionäre haben dürfen.