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Merken   Drucken   18.07.2011, 11:21 Schriftgröße: AAA

Nachwehen des Stresstests: Europas Banken auf der Verliererstraße

Der Banken-Stresstest kann die Märkte nicht beruhigen. Europaweit gehen die Leitindizes in die Knie. Besonders hart erwischt es einmal mehr Finanztitel.
Die Behörden hatten gehofft, die Veröffentlichung der Ergebnisse des europäischen Bankenstresstests könnte für Beruhigung an den Aktienmärkten sorgen. Das Gegenteil ist der Fall. Zum Wochenauftakt gerieten die Indizes europaweit ins Rutschen. Besonders hart erwischte es einmal mehr die Banken.
Im Euro-Zone-Auswahlindex EuroStoxx 50  belegten Banken und Versicherungen mit Verlusten zwischen knapp zwei und fast vier Prozent die neun letzten Indexpositionen. Im Stoxx50, der zusätzlich noch britische und Schweizer Werte enthält, zeigte sich das gleiche Bild. Mit ABB  findest sich lediglich ein Nicht-Finanz-Wert unter den zehn schlechtesten Titel.
Kursinformationen und Charts
  Eurostoxx 50 22,409  [0.0852 +0,38%
  ABB 12,895 EUR  [-0.1 -0,77%
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Titel der Deutschen Bank  zählten zu den schwächsten Aktien und sanken um gut drei Prozent. Unicredit  gaben zeitweise um mehr als vier Prozent und Société Générale  um mehr als drei Prozent nach. Im DAX  war die Commerzbank  schwächster Wert. Das gleiche Bild bot der FTSE in London, wo Royal Bank of Scotland , Lloyds Banking  und Barclays  den Boden mit Verlusten zwischen zwei und mehr als drei Prozent bildeten.
"Eigentlich hat der Stresstest eher die Unsicherheit verstärkt, aber keinesfalls die erwünschte Beruhigung gebracht", sagte ein Aktienhändler der Nachrichtenagentur Bloomberg. Acht von 90 getesteten Banken bestanden den Test nicht - fünf aus Spanien, zwei aus Griechenland und eines aus Österreich.
Nach Ansicht von Analysten müssen sich jedoch nicht nur diese Häuser zusätzliches Kapital beschaffen. Einer Analyse von Mediobanca zufolge brauchen auch Unicredit, Deutsche Bank, BNP Paribas , Crédit Agricole , Société Générale, Banco Santander  und Credit Suisse  frisches Geld.
Neben dem Stresstest belastete weiterhin die Ungewissheit über den Ausgang der Schuldenkrise in den USA und Europa. Zwar seien die Stresstest-Ergebnisse etwas besser ausgefallen als erwartet, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters einen Händler: "Aber das wird die Märkte kaum beruhigen, solange es in Europa und den USA brennt." Hinzu komme, dass viele die Aussagekraft der Stresstests anzweifelten, weil das Bankrottszenario eines Euro-Landes ausgeklammert worden sei.
Die europäische Bankenaufsicht EBA spielte lediglich einen 25-prozentigen Abschlag auf im Handelsbuch gehaltene zehnjährige griechische Anleihen durch - diese werden jedoch derzeit zu einem Kurs von 51 Cent je Euro gehandelt. Zudem zeigen die Credit Default Swaps auf Griechenland eine 90-prozentige Ausfallwahrscheinlichkeit des Landes an.
22:17:30 Kursinformationen und Charts
Name aktuell  absolut  
Eurostoxx 50 22,409    +0,38%  0.0852
ABB 12,895 EUR   -0,77%  -0.1
Deutsche Bank 29,39 EUR   +1,07%  0.31
Unicredit 2,534 EUR   +0,64%  0.016
Société Générale 16,27 EUR   -0,09%  -0.015
DAX 6339,94    +0,38%  24.05
Commerzbank 1,38 EUR   -1,99%  -0.028
Royal Bank of Scotland 20,87 GBp   -2,66%  -0.57
LLOYDS BKG ADR 4 LS-,25 1,59 USD   -5,36%  -0.09
Barclays 181,7 GBp   -1,94%  -3.6
  • FTD.de, 18.07.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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  DAX 6339,94  [24.05 +0,38%
  Euro Stoxx 50 2161,87  [5.35 +0,25%
  Dow Jones 12453,69  [-76.06 -0,61%
  Nasdaq Composite 2837,53  [-1.85 -0,07%
  Euro 1,25114 USD  [-0.00235 -0,19%
  Brent-Öl 106,83 USD  [0.27 +0,25%
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