Gegen 20 Uhr MESZ notierte ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Referenzsorte Brent bei 52,72 $, und damit 1,21 $ niedriger als am Freitag der vergangenen Woche. Da die Londoner Ölbörse International Petroleum Exchange (IPE) wegen der Osterfeiertage geschlossen hatte, war Brent am Montag nicht gehandelt worden - im Gegensatz zur US-Sorte West Texas Intermediate (WTI). Doch auch WTI verbilligte sich und kostete 53,85 $ pro Barrel: 20 Cent weniger als bei Handelsschluss am Montag. Von seinem historischen Hoch von 58,16$, aufgestellt am 18. März, hat sich der Preis für ein Barrel WTI mittlerweile schon wieder deutlich entfernt. Noch zu Beginn der vergangenen Woche hatte der Preis zwischenzeitlich 57,68 $ pro Barrel betragen.
Seither habe sich vor allem in den USA die Lage bei den Vorräten deutlich entspannt, sagten Händler. In der vergangenen Woche hatten die amerikanischen Rohölreserven ihren höchsten Stand seit fast drei Jahren erreicht. Am Montag war daraufhin der Preis für das schwerer zu verarbeitende Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) erstmals seit Wochen wieder unter die Marke von 50$ pro Barrel gerutscht.
Von der Veröffentlichung der amerikanischen Lagerbestände am Mittwoch, erwarten Ölexperten einen weiteren Anstieg um 2,3 Millionen Barrel. Sollten ihre Prognosen zutreffen, könnte der Preis für WTI und andere Rohölsorten nach Meinung einiger Analysten weiter sinken. Allerdings müssten beim WTI wichtige Unterstützungslinien im Bereich von 53,40 und 52,60 $ erst einmal unterschritten werden, hieß es.