Kursinformationen und Charts
Knapp 2,3 Mrd. $ Einsparungen versprach das Management nach der Fusion, und gleich im ersten Geschäftsjahr ließ es keine Zweifel daran aufkommen, den Aktionären einen Mehrwert zu schaffen. Es folgten die üblichen Einschnitte, wenn zwei Konzerne verschmelzen: Die Ausgaben wurden gekürzt, unrentable Brauereien verkauft oder geschlossen und Mitarbeiter entlassen. Dadurch ist AB Inbev deutlich profitabler geworden: Die Marge im operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte 2009 von 23,3 auf 27,9 Prozent. Insgesamt stieg das um Fusionseffekte bereinigte Ebit um 12,3 Prozent auf 10,25 Mrd. $. "Das Management liegt mit seinem Einsparprogramm über Plan", sagt Lars Lusebrink, Analyst bei Independent Research.
Doch die Aufräumarbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Jeweils rund 550 Mio. $ will Konzernchef Carlos Brito in den nächsten beiden Jahren einsparen. Dies würde die Profitabilität noch einmal erhöhen. Die Analysten von JP Morgan rechnen für 2011 mit einer Ebit-Marge von 32,5 Prozent. Sollte es dem Unternehmen gelingen, die Erwartungen zu erfüllen, wäre selbst bei stagnierendem Umsatz auf Basis der aktuellen Bewertung ein Kursanstieg von 15 Prozent gerechtfertigt.