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Merken   Drucken   14.03.2010, 12:00 Schriftgröße: AAA

Portfolio: Bierbrauer schäumt frisch auf

Mit Einsparungen bewältigt Anheuser-Busch Inbev die Last der Fusion - und rüstet sich für die Zukunft. von Karsten Röbisch 
Aus dem Zusammenschluss zweier Großer erwächst nicht unbedingt ein Starker. Viele Fusionen entpuppen sich im Nachhinein als Geldvernichtung. So war es bei Daimler  und Chrysler, AOL  und Time Warner  oder auch bei Allianz  und Dresdner Bank. Die 2008 verschmolzenen Bierbrauer Anheuser-Busch und Inbev müssen erst noch beweisen, dass ihre Liaison eine erfolgreiche wird.
Finanzkennzahlen Anheuser-Busch Inbev   Finanzkennzahlen Anheuser-Busch Inbev
Mit dem 54 Mrd. $ (38,1 Mrd. Euro) teuren Kauf des US-Konkurrenten formte das belgische Unternehmen Inbev den mit Abstand größten Brauereikonzern der Welt. Der Marktanteil von Anheuser-Busch Inbev  (AB Inbev) beträgt 21,4 Prozent. Im Vorjahr füllte AB Inbev fast 410 Millionen Hektoliter Bier ab. Zum Sortiment zählen mehr als 300 Marken, darunter Beck's, Budweiser und Stella Artois. In rund 30 Ländern besitzt der Konzern eine der zwei absatzstärksten Marken.
Kursinformationen und Charts
  Anheuser-Busch Inbev 0,001 EUR  [-0.001 -50,00%
  Daimler 46,355 EUR  [-0.325 -0,70%
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Knapp 2,3 Mrd. $ Einsparungen versprach das Management nach der Fusion, und gleich im ersten Geschäftsjahr ließ es keine Zweifel daran aufkommen, den Aktionären einen Mehrwert zu schaffen. Es folgten die üblichen Einschnitte, wenn zwei Konzerne verschmelzen: Die Ausgaben wurden gekürzt, unrentable Brauereien verkauft oder geschlossen und Mitarbeiter entlassen. Dadurch ist AB Inbev deutlich profitabler geworden: Die Marge im operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte 2009 von 23,3 auf 27,9 Prozent. Insgesamt stieg das um Fusionseffekte bereinigte Ebit um 12,3 Prozent auf 10,25 Mrd. $. "Das Management liegt mit seinem Einsparprogramm über Plan", sagt Lars Lusebrink, Analyst bei Independent Research.
Doch die Aufräumarbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Jeweils rund 550 Mio. $ will Konzernchef Carlos Brito in den nächsten beiden Jahren einsparen. Dies würde die Profitabilität noch einmal erhöhen. Die Analysten von JP Morgan rechnen für 2011 mit einer Ebit-Marge von 32,5 Prozent. Sollte es dem Unternehmen gelingen, die Erwartungen zu erfüllen, wäre selbst bei stagnierendem Umsatz auf Basis der aktuellen Bewertung ein Kursanstieg von 15 Prozent gerechtfertigt.

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  • FTD.de, 14.03.2010
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