Das Handelsüberwachungspersonal der Börse gleicht die Kurse, die City Index stellt, mit den Daten aus seinen eigenen Systemen ab. So soll eine Übervorteilung der Anleger ausgeschlossen werden. "Die CFDs werden nach wie vor nicht an der Börse gehandelt. Aber die Kooperation mit der Börse stellt sicher, dass der Handel fair verläuft", sagt Kalischer. "Die Produkte hatten in der Vergangenheit ein schlechtes Image, wir wollen sie transparenter und regulierter machen."
Alexis Webster, Leiter der Unternehmensentwicklung bei City Index, traut dem deutschen Markt ein großes Wachstum zu: "Deutschland wird den Vorreitermarkt Großbritannien in einigen Jahren überholt haben." Derzeit handelten rund 35.000 deutsche Anleger mit CFDs, in einigen Jahren könnten es bis zu 500.000 sein, so Webster. "In Großbritannien waren zunächst nur Trader auf diesem Markt aktiv, inzwischen sind es aber auch Ärzte oder Lehrer. Der deutsche Markt dürfte eine ähnliche Entwicklung nehmen."
Viele Banken scheuten sich noch, CFDs anzubieten, weil sie ihr Zertifikategeschäft nicht kannibalisieren wollten, so Webster. "Doch die Nachfrage der Anleger nimmt zu. Die Banken müssen reagieren, sonst eröffnen die Kunden woanders ein CFD-Konto."