Ausgewählte Indonesien-Investments
Anleger, die den Optimismus der Morgan-Stanley-Analysten teilen, haben bislang recht wenig Auswahl an Zertifikaten und Fonds - bei steigender Nachfrage dürfte sich das allerdings schnell ändern. Für die Bric-Staaten gibt es inzwischen jedenfalls unzählige Anlageprodukte.
Der Blick auf die in Euro umgerechnete Performance zeigt, dass die ausgewählten Fonds den Gesamtmarkt geschlagen haben. Insbesondere seit Jahresbeginn liefen sie deutlich besser, was aber auch der starken indonesischen Rupiah geschuldet ist. Der größte Indonesien-Fonds ist der von Fidelity. Mit einem Zwölf-Monats-Minus von lediglich drei Prozent überzeugt er nicht zuletzt mit defensiven Qualitäten: Die Börse Jakarta hat mehr als dreimal so viel eingebüßt, sich aber immerhin besser geschlagen als der Indonesien-Fonds von Fortis. Der ist mit einem Volumen von knapp 30 Mio. $ deutlich kleiner als der 200 Mio. $ schwere Fidelity-Fonds. Beide sind derzeit zu etwa einem Viertel in Aktien des Finanzsektors investiert. An zweiter Stelle folgt bei Fidelity die Telekommunikationsbranche, bei Fortis der Energiesektor.
Auf Euro-Basis firmiert der erst im Oktober 2008 aufgelegte Allianz RCM Indonesia, der seither etwa 10 Mio. Euro eingesammelt hat und das Geld zu etwa 27 Prozent im Finanzsektor und 19 Prozent bei nicht-zyklischen Konsumgütern investiert hat. Messen müssen sich die Fonds mit derzeit zwei Indexzertifikaten, von denen ein von Goldman Sachs emittiertes Papier bereits zum September wieder gekündigt wurde. Das von der Royal Bank of Scotland (ehemals ABN Amro) herausgegebene Papier partizipiert eins zu eins an einem von den Bankern eigens kreierten Indonesien-Index, der den Gesamtmarkt zuletzt schlagen konnte.