Sensationeller Markterfolg eines digitalen Ballerspiels: Die gesamte Reihe Call of Duty hat Spielanbieter Activision Blizzard bereits Erlöse von 3 Mrd. Dollar in die Kasse gespült
Nach einer Schätzung der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) werden in diesem Jahr mit digitalen Spielen für Computer, Konsole, Handheld oder Handy weltweit rund 55 Mrd. $ umgesetzt. Das ist mehr, als Hollywood mit Filmen oder die Musikindustrie mit Tonträgern einnimmt.
"Das schwache ökonomische Umfeld stellt jedoch auch die Gaming-Branche vor Herausforderungen", sagt Stefan Heng, Senior Economist bei Deutsche Bank Research. "Insbesondere die erschwerten Finanzierungsbedingungen können sich vor dem Hintergrund mehrjähriger Entwicklungszeiten, steigender Produktionskosten und hohen Risiken in den Konsumentenmärkten als Problem erweisen." Einige Publisher - das sind die Unternehmen, die die Vermarktungs- und Vertriebsrechte an den Spielen besitzen - befinden sich daher in Schwierigkeiten. Dazu gehört auch der Branchenführer Electronic Arts (EA). Die US-Firma, Herausgeber von Blockbustern wie "Madden NFL", "Sims" oder "Medal of Honor", verbuchte im abgelaufenen Geschäftsquartal einen Verlust von 391 Mio. $. Ein Sparprogramm sowie eine Verschlankung des Sortiments soll die Wende bringen.