Wertpapiere in Privatanlegerdepots
Bereits im guten Börsenjahr 2007 bewies die weibliche Kundschaft mehr Geschick. Sie erzielte eine durchschnittliche Rendite von 18 Prozent. Die Männer schafften hingegen nur 14 Prozent. Zum Vergleich: Der MSCI World Index legte im selben Zeitraum um sieben Prozent zu. Die aktuellen Zahlen bestätigen die Ergebnisse früherer Studien der DAB Bank aus den Jahren 2000 und 2001. Schon damals waren die Depots von Frauen im Schnitt erfolgreicher als die der Männer.
Wie sich der nachhaltige Erfolg erklärt
Doch wie erklärt sich der nachhaltige Erfolg der Frauen? Hierzu hat die DAB Bank die Zusammensetzung der Depots untersucht. Frauen sind demnach sicherheitsorientierter und halten in ihren Depots vergleichsweise weniger Aktien und Optionsscheine, dafür mehr Anleihen und breit gestreute Fonds. Ende 2008 hatten Frauen durchschnittlich 41 Prozent ihres Vermögens in Aktien investiert, Männer dagegen 48 Prozent. Anleihen waren in Frauendepots mit 16 Prozent dagegen deutlich stärker vertreten als in Männerdepots (13 Prozent). Außerdem investierten die Damen 36 Prozent ihres Kapitals in Fonds, die Männer nur 31 Prozent. Trotz ihrer geringeren Aktienquote gelang es den Frauen selbst im guten Börsenjahr 2007, eine höhere Rendite einzufahren. "Sie treffen offenbar die bessere Auswahl bei ihren Investments", schlussfolgert die DAB Bank.
Doch noch ein weiterer Faktor erklärt den Erfolg der Frauen: Sie stehen zu ihren Investitionsentscheidungen und schichten weniger um. 2008 führten die Frauen beim Onlinebroker im Schnitt 5,3 Transaktionen durch, während die Männer neun Transaktionen tätigten. Die alte Börsenregel "Hin und Her macht Taschen leer" wird durch die Ergebnisse eindrucksvoll bestätigt.
Trotz ihres Erfolges sind die Damen im Schnitt weniger börseninteressiert. Ende 2008 verwaltete die DAB Bank in Deutschland rund 465.000 Depots, wovon nur 27 Prozent auf Frauen entfielen.