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12.07.2009, 09:00
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Microsoft glückt neuer Coup
Die Serie der Misserfolge ist gerissen. Nach den Milliarden, die Microsoft im Onlinegeschäft in den Sand gesetzt hat, ist nach langer Zeit wieder ein Treffer geglückt. Microsofts neue Suchmaschine Bing ist ein Erfolg. Den verspricht auch das Betriebssystem Windows 7.
von Andreas Schuck
Mit der Anfang Juni gestarteten Suchmaschine Bing hat der Konzern Marktanteile dazugewonnen. Kurz nach der Einführung liefen in den USA rund zwölf Prozent aller Suchanfragen über
Microsoft - eine Steigerung von drei Prozentpunkten. Auch wenn Google mit Abstand Marktführer unter den Suchmaschinen bleibt, ist dies ein verheißungsvoller Anfang.
Der Konzern, dem der Ruf anhaftet, er schlachte lediglich sein Monopol aus, geht neuerdings auf die Kunden ein und lässt deren Wünsche bei der Produktentwicklung mit einfließen. Das soll auch beim neuen PC-Betriebssystem so sein, das Ende Oktober an den Start geht. Windows 7 muss die Schwächen des ungeliebten Vorgängers Vista ausbügeln und ist für Microsoft von enormer Bedeutung, stammt doch mehr als die Hälfte des Gewinns aus dem Verkauf von PC-Betriebssystemen. Windows 7 beansprucht deutlich weniger Speicherplatz, läuft schneller und ist daher auch für kleine Computer wie etwa Netbooks geeignet.
Experten erwarten, dass viele Anwender, die Vista erst gar nicht installiert haben und noch auf der alten XP-Plattform arbeiten, nun umsteigen. Das dürfte Microsoft selbst dann höhere Umsätze bescheren, wenn sich die Stimmung in der PC-Branche nicht bessert. Doch die könnte sich drehen: Die Analysten der Gartner Group erwarten nach dem sechsprozentigen Rückgang in diesem Jahr für 2010 weltweit einen Zuwachs von rund zehn Prozent.
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Bilderstrecke: Wo Bing gegen Google punkten kann
Dass Microsoft dringend neue Impulse benötigt, belegen die jüngsten Zahlen. Im dritten Geschäftsquartal, das Ende März abgelaufen ist, wies der größte Softwarekonzern der Welt erstmals ein Umsatzminus aus. Und auch die vergangenen drei Monate dürften kaum besser gelaufen sein. Analysten erwarten einen neunprozentigen Erlösrückgang auf 14,4 Mrd. $, der Gewinn je Aktie dürfte im Jahresvergleich von 0,46 auf 0,36 $ sinken. Gespannt warten die Börsianer, ob Firmenchef Steven Ballmer eine Prognose für das Geschäftsjahr 2009/10 wagt.
Teil 2: Die ungewohnten Absatzschwierigkeiten haben auch ihr Gutes
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FTD.de, 12.07.2009
© 2009 Financial Times Deutschland,
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