Aktien kaufen oder noch abwarten? Diese Frage beschäftigt derzeit viele Anleger. Auf der einen Seite befürchten Investoren, dass sie weitere Kursgewinne verpassen, wenn der Aktienmarkt seinen Höhenflug fortsetzt. Seit Anfang März hat der
Dax immerhin schon 36 Prozent gewonnen.
Skeptiker hingegen warnen, dass die Rally übertrieben gewesen sei und nun Kursrückgänge drohten. Dazu kommt die Frage, ob eher mit einer Deflation oder einer Inflation zu rechnen ist - und wie sich Anleger auf diese Szenarien vorbereiten.
Eine mögliche Lösung für Unentschlossene sind Wandelanleihen. Mit den sogenannten Convertible Bonds profitieren Investoren zum einen von möglichen Aktienkursgewinnen, zum anderen sind sie nach unten abgesichert. Denn Wandelanleihen sind zwar wie herkömmliche Bonds mit einem festen Kupon ausgestattet, zusätzlich verbriefen diese Papiere jedoch ein Wandlungsrecht: Gläubiger können ihre Anleihe zu einem bei der Emission festgesetzten Wandlungspreis in Aktien tauschen.
Einen Gewinn verspricht der Tausch erst, wenn der Kurs der Aktie über den Wandlungspreis klettert. Daher steigt der Wert der Wandelanleihe, wenn der Aktienkurs zulegt. Fällt der Kurs des Dividendenpapiers und entfernt sich vom Wandlungspreis, gibt dagegen der Rentenmarkt die Richtung vor. Die Entwicklung gleicht dann immer mehr dem einer normalen Anleihe.
Das Umtauschrecht bezahlen Anleger mit einer vergleichsweise geringen Verzinsung. "Convertible Bonds weisen in der Regel einen geringeren Kupon und eine niedrigere Rendite auf als herkömmliche Anleihen", sagt Claudia Träumer-Huß, Kreditanalystin der LBBW.