Der ehemalige Finanzjournalist Sascha Opel hat am Donnerstag gestanden, im Jahr 2006 die Aktie des Unternehmens De Beira empfohlen zu haben, ohne dabei auf den eigenen Besitz der -Wertpapiere- hingewiesen zu haben. Dadurch habe er 2 Mio. Euro Gewinn gemacht.
Opel und drei weitere Männer sind vor dem Landgericht Stuttgart angeklagt, weil sie den Aktienkurs des Rohstoffexplorers De Beira manipuliert haben sollen. Ihnen wird vorgeworfen, im Mai und Juni 2006 durch Empfehlungen in Börsenbriefen und Zeitungsartikeln den Kurs der De-Beira-Aktie hochgetrieben und anschließend eigene Anteile verkauft zu haben. In der Spitze kletterte der Kurs auf bis zu 18,50 Euro. Die Ermittler gehen von einem Gewinn der gesamten Gruppe von 38 Mio. Euro aus.
Opel gab vor Gericht nun an, im April 2006 eine Million De-Beira-Aktien für je 1 Euro gekauft zu haben. In den Folgewochen habe er für rund 30 Empfehlungen gesorgt. Bis Oktober habe er die Papiere dann abgestoßen, sagte er. Den ganzen Plan habe er jedoch nicht gekannt, ebenso wenig zwei der Mitangeklagten. "Ein Ermittler hat den Spruch gebracht, ich sei wie ein Schuljunge durch die Manege geführt worden", sagte Opel. "Das beschreibt das Ganze gut."
Opel wurde bereits 2005 wegen einer ähnlichen Geschichte zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Auch diesmal hat ihm das Gericht wegen des Geständnisses eine Strafe von höchstens zwei Jahren auf Bewährung zugesichert.